Braunkohle : Greenpeace protestiert im Tagebau Jänschwalde

Da Braunkohle das Klima wie kein anderer Brennstoff zerstören soll, protestieren Greenpeace-Aktivisten im Tagebau Jänschwalde. Es ist noch unklar, wie lange die Blockade dauern wird.

Braunkohle
Blick in den Braunkohletagebau der Vattenfall Europe AG im brandenburgischen Jänschwalde nördlich von Cottbus. -Foto: dpa

JänschwaldeRund 25 Greenpeace-Aktivisten protestieren seit Mittwochmorgen im Tagebau Jänschwalde bei Cottbus gegen die Nutzung von Braunkohle. Mehrere Teilnehmer blockierten den Abraumbagger, teilte eine Sprecherin der Umweltorganisation mit. Ein etwa 35 Meter langes Banner mit der Aufschrift "Stopp" sei an der Hangkante aufgehängt worden. Wie lange die Blockade andauern werde, sei offen. Vor zwei Wochen hatte Greenpeace bereits vor dem Braunkohlekraftwerk Jänschwalde demonstriert.

Mit der Aktion unterstützen die Aktivisten das Volksbegehren gegen neue Braunkohletagebaue in Brandenburg. "Braunkohle zerstört das Klima wie kein anderer Brennstoff", sagte Greenpeace-Sprecher Jörg Feddern. Allein die beiden Kraftwerke Jänschwalde und Schwarze Pumpe stießen pro Jahr 36 Millionen Tonnen Kohlendioxid aus. Das seien etwa zehn Prozent der Emissionen der Energieerzeugung in Deutschland. Greenpeace fordere, bis spätestens 2040 aus der Braunkohle auszusteigen.

Zugleich rief die Organisation alle Brandenburger auf, am Volksbegehren gegen neue Braunkohletagebaue teilzunehmen. Hintergrund ist  der Plan des Energiekonzerns Vattenfall, fünf neue Tagebaue in der Lausitz zu erschließen. Für einen Erfolg des Volksbegehrens müssen bis zum 9. Februar 80 000 Unterschriften zusammenkommen. Dann muss sich der Landtag mit einem Gesetzesentwurf zum mittelfristigen Ausstieg aus der Braunkohleförderung beschäftigen. (bvdw/ddp)

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