Braunkohleabbau : Cottbuser Postkutscher nimmt Abschied von Lacoma

Am Sonntag soll auf der Alten Poststraße in der Brandenburgischen Teichlandschaft Lacoma ein letztes Mal der Postkutscher unterwegs sein - bevor das Gebiet endgültig dem Braunkohleabbau weichen muss.

Lacoma wird abgerissen
Ein Bagger von Vattenfall reißt ein Haus in Lacoma ein. -Foto: ddp

Cottbus/ LacomaUmweltaktivisten veranstalten am Sonntag (6. Juli) eine Gedenkwanderung mit einer Freiluft-Andacht auf der Alten Poststraße in Lacoma. Kurz vor der Abbaggerung für den Braunkohletagebau werde dabei auch der Cottbuser Postkutscher letztmals auf der Straße zwischen Willmersdorf und Lacoma unterwegs sein, kündigten die Initiativen an. Ab 2009 werde die im Jahr 1337 erstmals erwähnte Alte Poststraße als Werksgelände des Energiekonzerns Vattenfall gesperrt.

Vattenfall habe die Abbaggerung von Lacoma und der dazugehörigen Teichlandschaft gegen alle Naturschutzbedenken beantragt. Die Landesbehörden hätten das genehmigt. Zur Gedenkwanderung seien Menschen eingeladen, die das Dorf und das Teichgebiet jahrelang begleitet haben. Der Tag solle der gemeinsamen Erinnerung, aber auch der Mahnung für die Zukunft dienen.

Neben dem Cottbuser Postkutscher werden den Angaben zufolge auch Grünen- und Linke-Politiker erwartet. Die Andacht gestaltet Pfarrer Ingolf Kschenka aus Forst. (mpr/ddp)

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