Braunkohletagebau : Vattenfall setzt Arbeiten bei Lakomaer Teichen fort

Der Energiekonzern Vattenfall nimmt die vorbereitenden Arbeiten zur Ausweitung des Braunkohletagebaus Cottbus-Nord teilweise wieder auf. Umweltschützer hatten gegen Teile des Projekts geklagt.

Cottbus - Das Unternehmen werde in den nächsten Tagen den Bau von Filterbrunnen zwischen dem Hammergraben und den Lakomaer Teichen weiterführen, kündigte ein Sprecher von Vattenfall Europe Mining & Generation an. Dies sei notwendig, um das so genannte Tagebau-Vorfeld zu entwässern.

Die Arbeiten könnten fortgesetzt werden, weil die Grüne Liga einen Teil ihrer Klage gegen die vom Landesumweltamt erteilte landschaftsschutzrechtliche Genehmigung zurückgenommen habe, heißt es weiter. Die Entscheidungen des Cottbuser Verwaltungsgerichts zu den übrigen Klagepunkten der Umweltorganisation gegen diesen Bescheid sowie zur Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss ständen aber noch aus.

Der Tagebau Cottbus-Nord ist einer der wichtigsten Brennstofflieferanten für das benachbarte Kraftwerk Jänschwalde. Umweltschützer protestieren seit Monaten gegen die geplante Abbaggerung der Lakomaer Teiche und des fast 500 Jahre alten Hammergrabens. Sie hätten als Kulturlandschaft Denkmalwert und seien zudem ein wertvoller Lebensraum für Tiere und Pflanzen, führten sie zur Begründung an. (tso/ddp)

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