BSE-KRANKHEITEN : Ein Eiweiß macht das Gehirn zum Schwamm

Transmissible Spongiforme Enzephalopathie (TSE, „Übertragbares schwammartiges Hirnleiden“) ist die Bezeichnung für Krankheiten, bei denen sich das Gehirn schwammartig verändert. Erkranken können Mensch und Tier.

Als Verursacher vermutet man Prionen. Diese Eiweißpartikel zwingen ihren intakten „Verwandten“ eine krankhafte Faltung auf. Anders als Bakterien und Viren enthalten Prionen keine eigene Erbinformation. Intaktes Prionprotein ist ein normaler Bestandteil des menschlichen Gehirns. Bei den TSE kommt es dort aber zu Ablagerungen von Prionprotein mit der krankhaft veränderten Struktur. Im fortgeschrittenen Stadium wird die Struktur des Gehirns dadurch schwammartig. TSE verlaufen immer tödlich, es gibt bisher keine Therapiemöglichkeiten. Älteste bekannte TSE ist Scrapie (Traberkrankheit), die bei Schafen und Ziegen auftritt. Die Rinderseuche BSE wurde erstmals in England nachgewiesen. Die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit des Menschen hat eine Variante mit Namen vCJK, die nach der Infektion mit der Rinderkrankheit BSE auftritt. Die vCJK ist gewissermaßen „menschliches BSE“. aml

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