Bürgerschaftliches Engagement : Platzeck will Ehrenamt aufwerten

Gemeinsam mit dem Land Berlin will Brandenburg einen "Freiwilligenpass" einführen. Anfang 2007 soll zudem eine Landesarbeitsgemeinschaft der regionalen Freiwilligenagenturen gegründet werden.

Potsdam - Der Freiwilligenpass solle "eine Art Dankesurkunde" sein und zugleich für das Ehrenamt absolvierte Fortbildungen auflisten, sagte Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD). Er sei aber auch ein Nachweis für gesellschaftliches Engagement, der bei beruflichen Bewerbungen hilfreich sein könnte. Über die Modalitäten des Passes habe sich die Landesregierung mit Verbänden und Kommunen verständigt. "Wir sind sozusagen in der finalen Abstimmung", erläuterte Platzeck.

Bürger zu Engagement für die Gesellschaft ermutigen

"Mit der Ausgabe dieses Passes verbinden wir selbstverständlich die Hoffnung, immer mehr Menschen für die Arbeit im Ehrenamt zu motivieren", betonte er auf einem Empfang für mehr als 100 verdienstvolle Freiwillige aus ganz Brandenburg. Im Januar werde zudem eine Landesarbeitsgemeinschaft der regionalen Freiwilligenagenturen gegründet. Die Arbeitsgemeinschaft sei "das ideale Dach der 14 regionalen Büros, in denen bürgerschaftliche Tätigkeit in Städten und Regionen Brandenburgs koordiniert und angeboten wird". Der Ministerpräsident kündigte an, dass er am Gründungsakt teilnehmen wolle.

Zugleich begrüßte er die von der Bundesregierung geplanten Maßnahmen zur Steuerentlastung und Vereinfachung des Spendenrechts. Vor einem Jahr hatte Brandenburg bereits Landesverträge zum Unfall- und Haftpflichtversicherungsschutz von ehrenamtlich Tätigen geschlossen. (tso/ddp)

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