Bürokratieabbau : Stoibers zahnlose Zukunft

Edmund Stoiber soll Europa bürgerfreundlicher machen und Bürokratie abbauen - in einer Expertenkommission der EU. Doch die Kompetenzen von Stoiber und Kollegen sind offenbar sehr gering.

Stoiber, zerknirscht
Wie groß wird Edmund Stoibers Zukunft? -Foto: ddp

MünchenStoiber soll der EU-Kommission nur seine Einschätzung von Vorschlägen liefern, die von Beratungsfirmen kommen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Eigene Vorschläge kann Stoibers Mannschaft demnach nicht unterbreiten. Unterschiedliche Auffassungen gibt es dem Bericht zufolge zwischen Stoiber und Brüssel über den Umfang des Mitarbeiterstabs.

Stoibers Sprecher zufolge hat EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso zusätzlich zur Expertengruppe einen Arbeitsstab vorgeschlagen. In Brüssel verstehe man darunter aber nur Büroräume, eine Sekretärin und ein paar fachliche Zuarbeiter. Stoiber habe hingegen mehr als ein Dutzend Mitarbeiter gefordert, darunter einen im Rang eines Direktors.

Unklar soll auch noch sein, ob die Expertengruppe bei Barroso oder bei Industriekommissar Günther Verheugen (SPD) angesiedelt wird. Um die offenen Fragen zu klären, wollen sich Stoiber, Barroso und Verheugen der Zeitung nach am 19. November treffen. (mit ddp)