Der Tagesspiegel : Buga-Knospen: Die Sonnenblume

Simone Leinkauf

Große, gelbe Blüten mit einem Durchmesser von bis zu 50 Zentimetern - so groß wird keine andere Sommerblume, so sehr sticht keine andere schon von weitem ins Auge: Die Sonnenblume ist die Symbolpflanze des Hoch- und Spätsommers. Wenn die gelben Blütenköpfe auf den Feldern erscheinen, ist der Herbst nicht mehr weit. Die schlanke hohe Schönheit ist ausgesprochen vielseitig: Sie kann einzeln, in Gruppen und geschlossenen Pflanzungen stehen und macht immer einen guten Eindruck. Heimisch ist die Sonnenblume im warmen Nordafrika. Schon Ende des 16. Jahrhunderts kam sie nach Europa, wo die zahlreichen Sorten schnell ihre Liebhaber fanden. Zwergsorten werden nicht größer als 35 Zentimeter, während die "Giganteus" es auf drei Meter bringt. Die Farbpalette der Sonnenblume reicht von hell- über sonnengelb bis zu einem dunkel-kupferfarbenen Ton. Sonnenblumen schießen schnell in die Höhe und eignen sich deshalb auch besonders zur Aussaat durch Kinder, denen sie innerhalb kürzester Zeit über den Kopf wachsen. Doch Farbe und Größe haben ihren Preis: Schon bei der Aussaat sollte man daran denken, dass Sonnenblumen starke Nährstoffzehrer sind. In der Nähe von Sonnenblumen gedeihen deshalb niedrige Einjahresblumen nur sehr kümmerlich. Auf der Buga sind die Sonnenblumen bei den nachwachsenden Rohstoffen zu finden: Wunderbar anzuschauen sind die hohen Gartensonnen auch noch ausgesprochen nützlich. Blätter, Stängel und Samen der Sonnenblume sind eiweißreich und werden deshalb gerne in der Kleintierhaltung verfüttert. Und Sonnenblumenöl oder Sonnenblumenmargarine haben wohl die meisten schon einmal in der Pfanne gehabt.

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