Der Tagesspiegel : Buga-Knospen: Salbei

Simone Leinkauf

Cur moriatur homo, cui Salvia crescit in horto? fragte man um 1300: Warum soll der Mensch sterben, wenn Salbei im Garten wächst? Die lapidare Antwort schon damals: Weil gegen den Tod kein Kraut gewachsen ist. Auch Salbei nicht.

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Die Bundesgartenschau in Potsdam Dafür hilft er in Tee- oder Tablettenform gegen Halsentzündungen. Und gute Köche fügen einer Gorgonzolapasta frische Salbeiblätter zu. Von der etwa 700 Arten umfassenden Gattung Salvia sind allerdings nur wenige als Gewürz- und Heilmittel geeignet, allen anderen voran die Salvia officinalis. Der Salbei gehört in die Familie der nektarreichen, stark duftenden Labiaten. Von Südeuropa bis China und in den amerikanischen Subtropen sind sie zu Hause. Es sind ein- und mehrjährige, sehr verschieden behaarte, oft aromatische Kräuter, Halbsträucher oder Sträucher. Typisch für die Gattung sind ihre zumeist sehr auffällig gefärbten, in aufrechten Quirlen stehenden Blüten. Besonders bei den subtropischen Arten finden sich solche von verblüffender Schönheit. Und wenn es auch nicht die aus den Tropen sind, auf der Buga bieten die großzügig angelegten Salbeiwälle hinter dem Haupteingang zur Zeit den schönsten Anblick auf dem Gelände.

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