Bundesliga : Cottbus schafft die Wende nicht

Nach einem Gegentreffer in der Schlussphase muss sich Energie Cottbus mit einem Unentschieden gegen Frankfurt begnügen. Im anderen Sonntagsspiel siegt Hannover 96 gegen Duisburg durch einen Doppelpack von Neuzugang Schulz.

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Angekommen. Doppeltorschütze Christian Schulz fühlt sich in Hannover sichtlich wohl. -Foto: ddp

Auch mit dem erhofften "Retter" Bojan Prasnikar ist Energie Cottbus der erste "Festtag" verwehrt geblieben. Zwei Tage nach seiner Verpflichtung führte der slowenische Cheftrainer das Tabellenschlusslicht am Sonntag trotz einer 2:0-Führung nur zu einem 2:2 (2:0) gegen eine sich in der zweiten Halbzeit steigernde Eintracht aus Frankfurt. Der Bulgare Dimitar Rangelow hatte den FC Energie im ersten Heimspiel nach der Beurlaubung von Volksheld Petrik Sander mit seinen ersten beiden Bundesliga-Treffern in Führung gebracht (7. und 18. Minute). Angreifer Ioannis Amanatidis rettete den Gästen vor 14.290 Zuschauern ebenfalls mit einem Doppelpack (49./79./Foulelfmeter) noch einen durchaus verdienten Punkt.

Prasnikars Konzept der verstärkten Defensive ging zunächst auf. Schon in der 7. Minute bediente der hinter den Spitzen agierende Ervin Skela herrlich Dimitar Rangelow, der Eintracht-Schlussmann Markus Pröll mit einem Schuss ins kurze Eck überraschte. Nur zwei Minuten später fiel der zweite Treffer: Frankfurts Innenverteidiger Marco Russ verstolperte den Ball im eigenen Strafraum, Dennis Sörensen bediente Sturmpartner Rangelow und der Bulgare schob mühelos ein.

Kurz nach der Pause schöpften die Gäste wieder Hoffnung. Einen Schuss von Thurk faustete Torwart Tomislav Piplica, der auch bei Prasnikar die Rolle als Nummer eins behielt, vor die Füße von Ioannis Amanatidis und der Grieche vollstreckte sicher. Nachdem Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer in der 69. Minute Rangelow nach Foul von Russ noch einen Elfmeter verweigert hatte, entschied er zehn Minuten später auf der Gegenseite nach dem Einsteigen von Igo Mitreski gegen Thurk auf Strafstoß. Amanatidis verwandelte sicher und verdarb Prasnikar so die Premiere.

Hannover siegt in einem schwachen Spiel gegen Duisburg

Hannovers Neuzugang Christian Schulz hat mit seinem Doppelpack den MSV Duisburg in der Fußball-Bundesliga noch tiefer in die Krise geschossen. Durch das 1:2 (1:1) in Hannover kassierten die Duisburger bereits die vierte Niederlage in Folge. Der ehemalige Bremer Christian Schulz avancierte mit seinen Toren in der siebten und 63. Minute zum Mann des Tages. Der Nigerianer Manasseh Ishiaku hatte zwischenzeitlich mit seinem fünften Saisontreffer (20.) den Ausgleich erzielt. 28 775 Zuschauern in der AWD-Arena sahen eine mäßige Bundesliga-Partie, eine aufopferungsvoll kämpfende Duisburger Notelf und eine trotz des Sieges enttäuschende Heim-Mannschaft.

Vier Tage nach dem 2:0 in Bielefeld waren die Gastgeber auf ein frühes Nervenberuhigungstor aus. Nach sechs Minuten scheiterte Mike Hanke noch in aussichtsreicher Position an Duisburgs Keeper Tom Starke. 20 Sekunden später machte es Schulz besser - der 24-jährige Ex-Nationalspieler köpfte nach Husztis Ecke mit seinem ersten Tor für seinen neuen Arbeitgeber das 1:0. Danach schlich sich unerklärlicherweise der Schlendrian ein. Mit zahlreichen Fehlpässen und Unkonzentriertheiten wurde der Abstiegskandidat unnötig aufgebaut.

Die zuletzt arg gebeutelten Duisburger wirkten trotz Personalnot in der Defensiv-Abteilung - gleich vier Stammkräfte fehlten verletzt - (Santos, Filipescu, Lamey und Meyer) - überraschend gefasst. Statt Panikmache lauerten die Gäste auf ihre Chance. In der 20. Minute
wurde diese Geduld bei einem klug geführten Konter belohnt. Manasseh Ishiaku veredelte eine Hereingabe von Christian Tiffert und bedankte sich damit für die von Berti Vogts versprochene Nominierung in Nigerias Nationalmannschaft. Sein anschließender Torsalto war allerdings die letzte Sehenswürdigkeit im ersten Abschnitt.

Nur 180 Sekunden nach dem Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit konnten sich seine Angestellten einmal mehr beim starken Starke bedanken, der sich erfolgreich in einen Schuss des Ungarn Husztis aus drei Metern Entfernung warf. In der 63. Minute war aber auch Starke machtlos gegen den 20 Meter-Schuss des überzeugenden Schulz, der endlich in Hannover angekommen scheint. Danach passierte in einer wenig begeisternden Partie nichts mehr. (mit dpa)