Bundesliga : Gesucht: Noch ein Ribéry

Es ist egal, ob Hoffenheim oder der FC Bayern Meister wird. Die Münchner haben in jedem Fall alles richtig gemacht, als sie Jürgen Klinsmann als Trainer geholt haben.

Mathias Klappenbach

Die Vereinsbosse hatten endlich erkannt, dass ihr Rückstand auf die internationalen Spitzenklubs auch ein Rückstand der Infrastruktur ist und man ein Leistungszentrum, einen spezialisierten Trainerstab und eine hoch entwickelte Spielerbetreuung als Grundvoraussetzung braucht, wenn man mit dem FC Barcelona, Manchester United oder dem AC Mailand mithalten will.

Das genügt aber immer noch nicht, um sich schon wieder reif für den Gewinn der Champions League zu fühlen, wie sie es jetzt in München tun. Denn noch hat der FC Bayern keine Mannschaft, die das ohne unverschämtes Glück bewerkstelligen könnte. Die Investitionen in Franck Ribéry und Luca Toni vor anderthalb Jahren können angesichts dieses Ziels nur eine erste Maßnahme gewesen sein. Die Vertragsverlängerung mit Ribérys Pendant auf der rechten Seite, Bastian Schweinsteiger, hilft dabei nicht. Der hat sich zwar so weiterentwickelt, dass auch ausländische Spitzenklubs an ihm interessiert waren. Aber sicher nicht als Star, der ein Team entscheidend weiterbringt.

Der FC Bayern wird erst dann wieder zu Europas Elite gehören, wenn Schweinsteiger der neue Podolski ist.