Bundesliga : Gladbach nach Pleite gegen Hertha in Bedrängnis

Hertha BSC hat durch ein Tor von Gojko Kacar mit 1:0 in Gladbach gewonnen und beendet damit eine äußerst erfolgreiche Woche. Für die Borussia wird es dagegen eng: Mit vier Saisonniederlagen befindet man sich nun auf Tabellenrang 17.

Kacar
Gojko Kacar nach dem 1:0-Treffer. -Foto: ddp

MönchengladbachBeim Aufsteiger Borussia Mönchengladbach schrillen bereits nach dem fünften Bundesliga-Spieltag die Alarmglocken. Mit dem 0:1 (0:1) gegen Hertha BSC kassierte die "Fohlen-Elf" vor 43.193 Zuschauern bereits die vierte Saisonniederlage. Das Tor des Tages erzielte Gojko Kacar (11. Minute). Für die Berliner war es eine äußerst gelungene Woche: Vier Tage nach dem Uefa-Cup-Erfolg gegen St. Patrick's Athletic (2:0) gelang ihnen der zweite Bundesliga-Sieg in dieser Spielzeit.

Erleichtert und zufrieden war Hertha-Chefcoach Lucien Favre nach dem Arbeitssieg. "Es war sehr schwer für uns, denn die Mönchengladbacher waren immer gefährlich", resümierte der Schweizer. Für seinen Kollegen Jos Luhukay war es eine bittere Niederlage. "Ich glaube, dass das Spiel sehr ausgeglichen war. Wir hätten einen Punkt verdient", sagte der Niederländer.

Die Viererkette der Gastgeber erwies sich erneut als nur bedingt abwehrbereit. Schon nach elf Minuten wurde eine Unachtsamkeit der schlechtesten Defensive der Liga bestraft: Von der Strafraumgrenze erzielte Kacar mit einem Flachschuss eiskalt die Führung. Es fehlte nicht viel, da hätte der Serbe mit einem 18-Meter-Schuss (28.) für das 2:0 gesorgt.

Borussen-Keeper Heimeroth verhindert Schlimmeres

Glück hatte Borussia-Keeper Christofer Heimeroth in der 39. Minute, als er dem Berliner Raffael den Ball einen Meter vor der Torlinie noch wegschnappen konnte. Mit einer Glanzparade bei einem fulminanten Schuss von Nationalspieler Arne Friedrich verhinderte er ebenso weiteres Ungemach.

Der Bundesliga-Rückkehrer aus Mönchengladbach, zuletzt mit einer 1:5-Klatsche bei Hannover 96 abgestraft, wirkte verunsichert und kopflos. Etwas Schwung brachte der überraschend aufgebotene Kapitän Oliver Neuville, der erstmals diese Saison in der Startelf stand, ins Spiel. Pech hatte er mit einem Pfostenschuss (24.) aus Nahdistanz. Seine präzise Flanke konnte sechs Minuten später der frei zum Schuss kommende Rob Friend nicht zum Anschluss verwerten.

Auch nach dem Wiederanpfiff hatten die Platzherren nicht viel zu bieten. Zum großen Pechvogel avancierte Nationalstürmer Neuville, der in der 52. Minute erneut nur den Pfosten traf; den Abpraller konnte Friend nicht zum Ausgleich nutzen. Einmal mehr Heimeroth verhinderte einen weiteren Hertha-Treffer, indem er einen Schuss von Marko Pantelic (58.) abwehrte. (jvo/dpa)