Bundesliga : Hoeneß-Kritik: Jetzt schießt Heldt zurück

Den Rüffel von Uli Hoeneß zum Interesse am Bayern-Stürmer Lukas Podolski wollte VfB-Sportdirektor Horst Heldt nicht kommentarlos hinnehmen. "Es wäre fatal, sich nicht mit einem Spieler wie Podolski zu beschäftigen".

Uli Hoeneß
Streitbarer Geist: Bayern-Manager Uli Hoeneß. -Foto: ddp

Dubai/StuttgartHorst Heldt befindet sich zwar mit den Stuttgartern in Dubai, aber das hält ihn nicht davon ab, im Streit mit Bayern-Manager Uli Hoeneß zurückzuschießen. "Wir finden es nicht schön, dass unserem Trainer vor laufender Fernsehkamera Avancen von den Bayern gemacht werden. Denn da haben wir bei Felix Magath schon schlechte Erfahrungen gemacht", wird Heldt heute in der "Bild" zitiert. Heldt spielte im VfB-Traininglager in Dubai auf ein TV-Interview vor ein paar Wochen an, als Bayern-Präsident Franz Beckenbauer VfB-Coach Armin Veh umgarnte.

Hoeneß und Heldt waren wegen des Interesses des deutschen Meisters an Nationalstürmer Lukas Podolski aneinandergeraten. Dabei hatte der Bayern-Manager seinem Stuttgarter Kollegen schlechte Manieren vorgeworfen. Doch Heldt sieht sich im Recht was die Trainer-Avancen des FC Bayern angehen. Der Rekordmeister hatte dem VfB bereits 2004 Magath als Trainer weggeschnappt, obwohl dessen Vertrag noch ein weiteres Jahr lief.

Stuttgart soll "die Etikette" wahren

"Ich habe nur gesagt, dass wir als VfB Stuttgart uns mit dem Thema Podolski befassen müssen, wenn er auf dem Markt sein sollte. Es hat noch keinen Kontakt gegeben", erklärte Heldt zum Thema Podolski. Es sei nicht korrekt, einen Profi "anzubaggern", der bei einem anderen Vereinen noch zweieinhalb Jahre lang unter Vertrag stehe, hatte Hoeneß zuvor gewettert und gemeint: "Ich weiß nicht, wie die Stuttgarter reagieren würden, wenn wir sagten, der Mario Gomez würde uns auch interessieren."

Der Manager des Bundesliga-Spitzenreiters hatte die Schwaben aufgefordert, in Zukunft "die Etikette" zu wahren. Der VfB hatte am Wochenende sein grundsätzliches Interesse an einer Verpflichtung von Podolski bekundet, der beim FC Bayern auch in seiner zweiten Saison meist auf der Ersatzbank sitzt. "Es wäre fatal, sich nicht mit einem solchen Spieler wie Lukas Podolski zu beschäftigen", hatte Heldt erklärt. Podolski selbst will die weitere Entwicklung in München abwarten. Er hatte zuletzt aber einen Vereinswechsel in der Winterpause ausgeschlossen. (hu/dpa)