Bundesliga : Jan Koller geht nach Nürnberg

Der tschechische Nationalspieler hat sich nach Informationen des "Kicker" mit dem 1. FC Nürnberg über einen Vertrag geeinigt. Vom Trainer Hans Mayer gab es Kritik dafür, bereits jetzt über den Deal zu sprechen.

Koller
Vor der EM: In Nürnberg erhofft sich Koller Spielpraxis -Foto: ddp

NürnbergDie Rückkehr Kollers in die Fußball-Bundesliga schon zur Winterpause rückt näher. "Ich stehe in Kontakt mit Nürnberg", bestätigte der 34-Jährige dem "Kicker". "Ein halbes Jahr vor der Euro brauche ich Spiele." Mit dem 1. FC Nürnberg sei sich Koller über einen Eineinhalbjahresvertrag mit Option einig, berichtete das Fachmagazin. Die Entscheidung liege bei seinem Verein AS Monaco und falle nach Weihnachten. "Club"-Sportdirektor Martin Bader hatte bestätigt, dass sich die Franken um Koller bemühen.

Die Nachrichten um den möglichen Wechsel seines "Wunschspielers" (Bader) stießen bei Trainer Hans Meyer auf Missfallen. "Das ist ein Witz, dass man damit an die Öffentlichkeit geht, bevor man Nägel mit Köpfen macht", kritisierte Meyer. Der tschechische 2,02 Meter-Mann, der lange bei Borussia Dortmund spielte, hat in Monaco nur noch einen Vertrag bis zum Saisonende und hatte zuletzt wegen geringer Einsatzzeiten nur wenig Spielpraxis gehabt.

Koller war "sehr, sehr günstig"

Für Nürnberg könnte sprechen, dass dort mit Kapitän Tomas Galasek ein Vertrauter Kollers spielt. "Wenn der Transfer klappt, kann er uns bestimmt helfen", sagte Galasek der Nürnberger "Abendzeitung". Für den "Club" spricht auch die Nähe zur tschechischen Heimat Kollers.

Unter Dach und Fach ist bereits der Neuzugang für die in dieser Saison schwächelnde Innenverteidigung. Der französische Abwehrspieler Jacques Abardonado kommt zur Winterpause und erhält bei den Franken einen Vertrag bis 2010. "Er erhöht die Wahrscheinlichkeit, uns in der Breite zu verstärken", sagte Bader. Abardonado kommt vom französischen Erstligisten OGC Nizza. Über die Ablösemodalitäten sei Stillschweigen vereinbart worden, hieß es. Nach Angaben von Meyer war die Ablösesumme aber gering: "Er war sehr, sehr günstig für uns zu haben." (mpr/dpa)