Bundeswehr : Inbetriebnahme des "Bombodroms" bleibt verboten

Die Bundeswehr darf den früheren Truppenübungsplatz in der Kyritz-Ruppiner Heide weiterhin nicht in Betrieb nehmen.

Berlin/Zühlen - Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg habe mehrere entsprechende Entscheidung des Verwaltungsgerichts Potsdam bestätigt, sagte ein Specher der Bürgerinitiative Freie Heide in Zühlen. Damit habe Verteidigungsminister Franz-Josef Jung (CDU) erneut eine Niederlage vor Gericht erlitten.

Der Verwaltungsgericht hatte in diesem Jahr vier Anträge der Bundesrepublik zur sofortigen Nutzung des als Bombodrom bekannt gewordenen Luft-Boden-Schießplatzes zurückgewiesen. Hintergrund sind 20 Klagen gegen die militärische Nutzung des Bombodroms. Zwischen 2003 und 2004 hatten die Bombodrom-Gegner fünf einstweilige Anordnungen erwirkt, wonach die Bundeswehr das Gelände solange nicht für Übungen nutzen darf, bis über diese Klagen entschieden worden ist. Im Dezember 2005 verlangte das Verteidigungsministerium jedoch eine Aufhebung der Beschlüsse und leitete neue Verfahren ein. Sie konnte sich jedoch lediglich in einem Fall durchsetzen.

Die Bundeswehr will den früheren sowjetischen Truppenübungsplatz bei Wittstock für Übungsflüge nutzen. Geplant sind rund 1700 Einsätze pro Jahr. (tso/ddp)

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