Calau : TV- und Radioempfang nach Brand in Sendemast weiter eingeschränkt

Brandermittler des LKA suchen nach der Ursache für das Feuer in 120 Meter Höhe. Im Umkreis von 60 Metern war auch am Mittwoch noch ein Sperrgebiet eingerichtet.

Im TV- und Radio-Sendemast in Calau ist am Dienstag in 120 Meter Höhe ein Feuer ausgebrochen. Er wird auf unbestimmte Zeit außer Betrieb sein. Am Mittwoch wurden deshalb erste UKW-Ersatzfrequenzen freigegeben.Alle Bilder anzeigen
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28.04.2011 09:54Im TV- und Radio-Sendemast in Calau ist am Dienstag in 120 Meter Höhe ein Feuer ausgebrochen. Er wird auf unbestimmte Zeit außer...

Nach dem Brand im Funkturm Calau im Landkreis Oberspreewald-Lausitz suchen Spezialisten nach den Ursachen. Am Mittwoch waren in dem 180 Meter hohen Sendemast Brandermittler des Landeskriminalamtes im Einsatz, wie ein Sprecher des Polizei-Schutzbereichs Oberspreewald-Lausitz sagte. Möglicherweise sei ein technischer Defekt die Ursache gewesen, ermittelt werden aber in alle Richtungen.

Im Umkreis von 60 Metern war auch am Mittwoch noch ein Sperrgebiet eingerichtet. So blieb auch ein Bürogebäude neben dem Mast geschlossen. Das Feuer war am Dienstag in 120 Meter Höhe ausgebrochen und konnte erst nach Stunden gelöscht werden. Das Gelände rund um den Turm war in einem Umkreis von 200 Metern abgesperrt worden. Rund 400 Menschen waren von der Evakuierung betroffen.

Seit dem Brand sind der UKW-Radioempfang sowie der Fernsehempfang über DVB-T in der Region stark beeinträchtigt, wie der Sprecher des Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB), Justus Demmer, sagte. Das gelte neben dem Großraum Cottbus für die Landkreise Oberspreewald-Lausitz, Elbe-Elster und Spree-Neiße sowie die südlichen Teile der Landkreise Dahme-Spreewald und Oder-Spree. Der Mast wird nach Angaben der Polizei von drei Fernsehsendern, sieben UKW-Sendern und zwei Mobilfunkanbietern genutzt.

Ersatzfrequenzen für RBB-Sender

Laut Demmer wird der Sendemast auf unbestimmte Zeit außer Betrieb sein. Am Mittwoch wurden deshalb erste UKW-Ersatzfrequenzen freigegeben. In Cottbus sind die RBB-Sender Antenne Brandenburg auf 91,6 MHz und Radioeins auf 95,1 MHz zu empfangen. Die Hauptsendung des sorbischen Programms von 12.00 bis 13.00 Uhr ist in der Region über die Frequenz 100,4 MHz zu hören, sie wird unmittelbar nach der Ausstrahlung auch im Internet bereitgestellt.

Im Norden des betroffenen Areals kann laut Demmer zum Teil auf andere Sender gewechselt werden. Antenne Brandenburg ist über den UKW-Sender Berlin 99,7 MHz zu empfangen, Fritz über Berlin 102,6 MHz, Inforadio über den Sender Cottbus 99,9 MHz und Lübben 92,9 MHz sowie Kulturradio über den Sender Berlin 92,4 MHz.
Das RBB-Fernsehen ist den Angaben zufolge grundsätzlich im Kabel empfangbar, das Erste der ARD aber nur im digitalen Kabel. Die Satelliten-Programme sind nicht von der Störung betroffen.

„Es lässt sich leider noch nicht sagen, wann der normale Sendebetrieb wieder aufgenommen werden kann“, erklärte Demmer. Der beschädigte Sendeturm gehöre der Deutschen Funkturm GmbH, einem Teil der Deutschen Telekom Gruppe. Die Sendetechnik betreibt die MediaBroadcast, die auch Vertragspartner des RBB sei. (dapd)

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