Champions League : Hildebrand pflegt unterkühltes Verhältnis zu Canizares

Timo Hildebrand redet nur das Nötigste mit seinem Konkurrenten Canizares. Obwohl der ehemalige VfB-Keeper den Spanier noch nicht aus dem Valencia-Tor verdrängt hat, hat er seinen Gang ins Ausland nicht bereut.

Timo Hildebrand Foto. ddp
Timo Hildebrand -Foto. ddp

ValenciaDer erbitterte Zweikampf zwischen dem deutschen Fußball-Nationalkeeper Timo Hildebrand und seinem Kontrahenten Santiago Canizares um den Stammplatz im Tor des FC Valencia ist von großer Rivalität geprägt und lässt keinen Platz für Sentimentalitäten. "Canizares und ich sind keine Freunde, wir reden auch nicht groß miteinander. In erster Linie sind wir Trainingspartner. Wenn er mit mir reden will, dann spreche ich mit ihm, aber ansonsten haben wir keinen großen Kontakt", beschrieb Hildebrand vor dem Champions-League-Spiel der Spanier am Mittwoch gegen Schalke 04 (20. 45 Uhr/live bei Premiere) im Premiere-Interview das eher unterkühlte Verhältnis zur Klub-Ikone Canizares.

Hildebrand ist mit sich zufrieden

Hildebrand, der vor der Saison ablösefrei vom deutschen Meister VfB Stuttgart nach Valencia gewechselt war, bewertet seine bisherigen Leistungen im Tor des Tabellensechsten der Primera Division als positiv. "Ich habe bislang gut gespielt, es gibt keinen Grund, etwas an mir auszusetzen. Ich denke, dass auch die Akzeptanz innerhalb der Mannschaft steigt", erklärte der 28 Jahre alte Schlussmann und fügte an: "Es ist natürlich nicht einfach, aber man muss immer weiter an sich glauben."

Seinen Wechsel zum ehemaligen Champions-League-Finalisten hat Hildebrand trotz des aufreibenden Konkurrenzkampfes mit Canizares nicht bereut. Es sei eine "total neue Lebenssituation." Am Anfang sei man auf sich alleine gestellt und müsse erst einmal damit klarkommen. Hildebrand: "Mein ganzes soziales Umfeld, das ich in Stuttgart aufgebaut habe, war von jetzt auf nachher weg. Doch ich wollte das schon lange machen und bin jetzt auch froh, dass ich diesen Schritt gewagt habe."

Canizares steht trotz seines dicken Patzers, der zur 0:1-Niederlage am Sonntag bei Racing Santander führte, am Mittwoch gegen Schalke im Tor. Trainer Ronald Koeman entschied am Dienstag, dass der Rivale des Ex-Stuttgarters im Mestalla-Stadion zwischen den Pfosten stehen wird. „Der Posten des Torwarts ist wichtig, da kann man nicht jede Woche wechseln“, begründete der Niederländer. (mit sid)