Champions League : Stuttgarts letzte Chance

Es geht wohl in dem Duell zwischen dem VfB Stuttgart und Olympique Lyon in der Champions League nur noch um den dritten Platz in der Gruppe. Und beide Mannschaften weisen die Favoritenrolle weit von sich.

Veh
Underdog. Armin Veh sieht seine Stuttgarter gegen Lyon in der Azßenseiterrolle. -Foto: dpa

StuttgartMit Kontern will Olympique Lyon heute beim VfB Stuttgart zu seinem ersten Erfolg in der Champions League kommen. Nach zwei Niederlagen ohne eigenen Treffer steht der französische Serienmeister noch hinter dem ebenfalls punktlosen schwäbischen Fußball-Bundesligisten auf dem letzten Platz der Gruppe E. "Wir wollten gegen Glasgow Rangers zu viel stürmen. Das ist schief gegangen", kündigte Trainer Alain Perrin am Montag in Stuttgart trotz eines offensiven 4-3-3-Systems einen eher verhaltenen Auftritt seiner Schützlinge an. "Wir werden uns mehr auf die Defensive konzentrieren, weil Stuttgart im Angriff gut aufgestellt ist. Wir wollen mehr kontern."

Obwohl Lyon nach Startschwierigkeiten inzwischen wieder Spitzenreiter der Ligue 1 ist und der deutsche Meister seit Wochen schwächelt, will Perrin nichts von einer Favoritenrolle seines Teams wissen. "Wir machen nicht den Fehler, den VfB an seiner Leistung von Hamburg zu messen", sagte der 51-Jährige. VfB-Trainer Armin Veh hatte seine Mannschaft nach der 1:4-Pleite beim HSV und angesichts der vielen Ausfälle als Außenseiter bezeichnet. "Den Ball spiele ich an meinen Kollegen zurück", konterte der Franzose. "Stuttgart hat ein Heimspiel mit dem Publikum im Rücken." Offenbar jat auch der französische Stürmerstar Thierry Henry vom FC Barcelona seine Landsleute vor den Schwaben gewarnt. Der Respekt ist jedenfalls beim französischen Meister vorhanden.

Duell um Platz drei

Hoffnungen auf einen erneuten Einzug ins Achtelfinale macht sich Perrin kaum noch. "Man muss realistisch sein. Unsere Chancen dafür sind sehr bescheiden", sagte er angesichts der mit je sechs Punkten souverän vorne liegenden Konkurrenten FC Barcelona und Glasgow. Die beiden Partien gegen den VfB würden entscheiden, ob und wie Lyon weiterkomme. Verteidiger Anthony Réveillère, der beim jüngsten 3:1-Sieg gegen AS Monaco ein Tor erzielte, glaubt ebenfalls nicht mehr an den Achtelfinaleinzug: "Es geht um den dritten Platz." Lyon habe seine Lektion gegen Glasgow gelernt. Olympique muss auf zwei wichtige Stammkräfte verzichten: Torhüter Gregory Coupet und Abwehrchef Cris fallen verletzt aus. (mit dpa)