Champions League : VfB will gegen Rangers Image aufpolieren

Der VfB Stuttgart hat in der Champions League die Chance auf das Achtelfinale längst verspielt. Dennoch fallen Trainer Armin Veh gleich vier Gründe ein, warum die Schwaben gegen die Glasgow Rangers gewinnen müssen.

Elmar Dreher[dpa]
Armin Veh Foto: ddp
VfB-Trainer Armin Veh setzt seine Mannschaft gegen Glasgow Rangers unter Druck. -Foto: ddp

StuttgartMit dem ersten Sieg will sich der noch punktlose VfB Stuttgart für sein bislang schmachvolles Auftreten in der Champions League wenigstens einigermaßen rehabilitieren, auch wenn er die Chance auf ein Weiterkommen längst verspielt hat. "Wir haben gleich mehrere Verpflichtungen", wies Trainer Armin Veh auf die trotz der sportlichen Perspektivlosigkeit nach wie vor große Bedeutung der letzten Heimpartie gegen Glasgow Rangers hin. "Zudem ist das auch eine Frage der Moral und Ehre."

VfB will totalen Image-Schaden abwenden

VfB-Manager Horst Heldt sagte angesichts des drohenden Imageschadens: "Wir wollen als Meister nicht mit null Punkten aus der Champions League rausgehen." Veh zählte gleich vier handfeste Gründe auf, weshalb der VfB am Dienstag (20.45 Uhr/Premiere) im Daimler-Stadion gegen die Schotten unbedingt gewinnen wolle und müsse. "Das ist eine Verpflichtung gegenüber uns selbst, gegenüber den Fans, gegenüber Gruppengegner Lyon und gegenüber dem deutschen Fußball", sagte er. "Wir nehmen die Partie sehr ernst und werden mit der bestmöglichen Mannschaft auflaufen."

Nationalspieler Thomas Hitzlsperger hob den besonderen Reiz der Champions League hervor: "Das ist einfach das Höchste auf Vereinsebene. Die Mannschaften sind häufig besser als Nationalteams und es sind die besten Spieler der Welt vertreten." Nachdem die in der Bundesliga zuletzt vier Mal in Serie siegreichen Schwaben so langsam wieder in Schwung kommen und an ihre meisterliche Leistung der Vorsaison anknüpfen, wollen sie sich auch anständig aus der Königsklasse des europäischen Fußballs verabschieden und beweisen, dass sie ein würdiger Vertreter waren.

"Wir wollen zeigen, wie es hätte laufen können, wenn wir von Beginn an komplett gewesen wären", kündigte Veh absolute Kampfbereitschaft und Siegermentalität an, ohne erneut auf die langwierigen Personalprobleme einzugehen. "Wir werden am Dienstag den richtigen VfB Stuttgart sehen."

Revanche für unnötige Auftaktniederlage

Zudem wurmt die Schwaben immer noch die völlig unnötige 1:2- Auftaktniederlage gegen die Rangers, die den frühen Anfang vom Ende eingeläutet hatte. "Wir haben was gutzumachen", sagte Veh im Rückblick auf den in Glasgow leichtfertig verschenkten Sieg. "Wir hatten den Gegner im Hinspiel 70 Minuten lang im Griff." Hitzlsperger ist von einer erfolgreichen Revanche überzeugt: "Wir werden zeigen, dass wir gegen die guten Rangers gewinnen können." Außerdem wolle das Team mit einem Sieg zusätzliches Selbstvertrauen für das anstehende Bundesligaspiel gegen Borussia Dortmund tanken.

Möglicherweise muss Veh gegen den vor dem fünften Spieltag einen Punkt vor Olympique Lyon stehenden schottischen Tabellenzweiten der Gruppe E auf Torjäger Mario Gomez verzichten. Der Nationalstürmer, der alle drei Stuttgarter Treffer in der Champions League erzielte, musste gegen Eintracht Frankfurt wegen einer Prellung im Brustbereich vorzeitig ausgewechselt werden. "Hinter Gomez' Einsatz steht noch ein Fragezeichen", sagte Veh. Spielmacher Yildiray Bastürk fehle wegen seiner Oberschenkelprobleme "mit Sicherheit". Dafür ist Verteidiger Serdar Tasci wieder fit und wegen seiner Kopfballstärke ein Kandidat für die Anfangself.