CHECKLISTE : Worauf Sie vor der Abreise achten sollten

Lassen Sie sich zunächst von einem Zahnarzt in Deutschland einen Heil- und Kostenplan erstellen. Das ist eine Art Kostenvoranschlag für die geplante Behandlung. Anschließend lassen Sie sich auf dieser Grundlage auch von dem ausländischen Zahnarzt einen solchen Plan erstellen, möglichst auf Deutsch.

Reichen Sie beide Pläne vorher bei Ihrer Krankenkasse ein. Lassen Sie sich bestätigen, welchen Anteil sie übernimmt. Grundsätzlich gilt: Auch bei Behandlung im Ausland werden nur die Kosten für eine Regelbehandlung in der Höhe erstattet, die auch in Deutschland erstattet würden.

Bedenken Sie, dass Sie die Kosten für eine Zahnbehandlung im Ausland vorstrecken müssen, erst danach können Sie die Rechnung bei Ihrer Krankenkasse einreichen. Die meisten Institute berechnen dafür eine Verwaltungsgebühr von bis zu 7,5

Prozent des Erstattungsbetrages.

Bei Ihrer Krankenkasse erhalten Sie einen Auslandskrankenschein (E-112), mit dem Sie dort zum Zahnarzt Ihrer Wahl gehen können.

Vereinbaren Sie möglichst vor der Auslandsbehandlung die Garantie- und Gewährleistungsansprüche von zwei Jahren nach deutschem Recht. Das ist wichtig, falls nachbehandelt werden muss. Sie müssen dann in der Regel noch einmal ins Ausland reisen. Nur wenige ausländische Zahnärzte haben für die Nachbehandlung einen Partner in Deutschland.

Sollte es zur Klage kommen, müssen Sie diese dort einreichen, wo der Zahnarzt seinen Sitz hat. Ausnahme: Wenn der ausländische Arzt in Deutschland für die Behandlung geworben hat, können Sie auch an Ihrem Wohnsitz klagen. pet