CSU-Chef Huber kokettiert mit einem Wechsel nach Berlin : Parteien

Der neue CSU-Parteichef Erwin Huber plant im Jahr 2009 in die Bundespolitik einzusteigen. Er sei bereit "ohne Rückfahrtschein" zu wechseln.

Huber
Verabschiedung. CSU-Chef Erwin Huber zieht es nach Berlin. -Foto: ddp

München Erwin Huber will mit der kommenden Bundestagswahl nach Berlin in eine mögliche Unions-geführte Bundesregierung gehen. Er sei bereit, 2009 in die Bundespolitik zu wechseln "und zwar ohne Rückfahrtschein", sagte Huber am Samstagabend im ZDF-"heute journal". Für die nächsten zwei Jahre wolle er aber zunächst in der bayerischen Landespolitik aktiv sein.

Sein unterlegener Widersacher im Wettbewerb um den Parteivorsitz, Horst Seehofer, hatte gefordert, dass Huber im Fall eines Siegs "möglichst schnell" in die Hauptstadt wechselt. Der bayerische Wirtschaftsminister war am Samstag auf einem Parteitag mit 58,2 Prozent der Stimmen zum Nachfolger von Edmund Stoiber an der Spitze der CSU gewählt worden.

Ausdrücklich trat Huber Darstellungen entgegen, dass mit dem Wechsel an der CSU-Spitze möglicherweise ein neuer Kurs eingeschlagen werde. Es sei "kein Richtungswechsel" vorgenommen worden, versicherte er. Der Kurs der CSU als einer christlich-sozialen, wertkonservativen Partei werde beibehalten: "Am Grundkurs ändert sich nichts." (mit dpa, ddp)