CSU-Parteitag : Huber: "Es gab keine Absprache mit Seehofer"

Der neue CSU-Parteichef Erwin Huber scheint auch Bundes-Ambitionen zu haben: Nach der nächsten Bundestagswahl könnte er sich einen Ministerposten in Berlin vorstellen. Beim Parteitag sei alles mit rechten Dingen zugegangen, sagt Huber.

Erwin Huber
Neu im Amt als CSU-Chef: Erwin Huber.Foto: ddp

Passau/MünchenDer neue CSU-Chef Erwin Huber hat Gerüchte zurückgewiesen, denen zufolge es zwischen ihm und seinem Konkurrenten Horst Seehofer Absprachen gegeben habe. "Es gibt keine Geheimabsprache zwischen Horst Seehofer und mir. Jeder hat um Stimmen für sich geworben, aber bei einer Wahl gibt es immer nur einen Sieger", sagte Huber der "Passauer Neuen Presse". "Horst Seehofer kann aber mit seinem Ergebnis als Stellvertreter sehr zufrieden sein. Damit gehen wir insgesamt gestärkt aus diesem Parteitag hervor", fügte Huber hinzu.

 Der neue CSU-Chef kann sich nach eigenen Angaben vorstellen, 2009 ein Ministeramt im Bundeskabinett anzunehmen. "Unter den Bedingungen, die sich aus der Bundestagswahl ergeben, würde ich mich dem nicht versagen", sagte Huber. Er habe immer gesagt, er sei bereit, 2009 nach Berlin zu gehen, wenn die Partei das wolle. "Damit ist eine klare Entscheidung verbunden: Abschied von der Landespolitik und Einstieg in die Bundespolitik", sagte der CSU-Chef.

 Huber hob sein gutes Verhältnis zu Bundeskanzlerin Angela Merkel hervor. Sie habe ihn unmittelbar nach der Wahl angerufen und ihm gratuliert. "Wir haben uns eine gute Zusammenarbeit und konstruktive Partnerschaft zugesichert." Huber kündigte an, als neuer CSU-Chef werde er Kontinuität bewahren und auf dem Fundament Edmund Stoibers aufbauen. "Ich bin kein Revolutionär", sagte Huber. (mit AFP)