CSU-Parteitag : Huber zuversichtlich, Pauli mit jedem Ergebnis zufrieden

Der CSU-Parteitag geht in die zweite Runde: Die Wahl des neuen Partei-Chefs steht an - neben Horst Seehofer, steht auch Gabriele Pauli zur Wahl. Als Favorit geht Erwin Huber ins Rennen.

Huber
Erwin Huber gilt als Favorit für den CSU-Parteivorsitz. -Foto: dpa

MünchenIn München ist am Vormittag der CSU-Parteitag fortgesetzt worden. Im Mittelpunkt steht die Wahl des neuen Parteivorsitzenden. Als Favorit gilt der bayerische Wirtschaftsminister Erwin Huber. Weitere Kandidaten sind Bundesagrarminister Horst Seehofer und die Fürther Landrätin Gabriele Pauli.

Huber sagte am Rande des Parteitags, er sei zwar zuversichtlich, aber nicht "übermütig". Er werde versuchen, mit seiner Bewerbungsrede die Delegierten zu "erreichen". Seehofer zeigte sich gelassen und betonte, er habe gut geschlafen. Pauli versicherte, sie sei mit jedem Ergebnis zufrieden. Die Delegierten wüssten in ihrem tiefsten Inneren, "dass das, was ich anspreche, stimmt".

Stoiber tritt Sonntag zurück

Auch der Ministerpräsidenten-Kandidat der CSU für die Landtagswahl 2008 wird nominiert. Einziger Bewerber ist Bayerns Innenminister Günther Beckstein.

Der bisherige CSU-Chef und Ministerpräsident Edmund Stoiber hatte im Januar nach erheblichem Druck aus der CSU seinen Rückzug für Ende September angekündigt. Der Parteitag wird über einen Antrag beraten, Stoiber zum Ehrenvorsitzenden der CSU zu machen. Am Sonntag wird er als Ministerpräsident zurücktreten.

Beckstein sagte zu Journalisten, es werde keinen "Bruch" in der bayerischen Regierungspolitik geben. Schließlich wäre es widersinnig, "von einer Politik abzukommen, die Bayern an die Spitze gebracht hat". Stoiber betonte, er wolle seinen Nachfolgern keinen Rat mit auf den Weg geben. Diese seien erfahrene Politiker und wüssten, "was zu tun ist". (mit ddp)