CSU : Paulis Ex-Mann will für Huber stimmen

Die zweifach geschiedene Kandidatin für den CSU-Vorsitz Gabriele Pauli hat das Scheitern ihrer Ehen auf die Belastung durch ihre Arbeit zurückgeführt. Ex-Ehemann Balleis kündigte unterdessen an, dass er nicht für Pauli stimmen werde.

Pauli
Gabriele Pauli -Foto: ddp

Hamburg"Wer so stark beruflich engagiert ist, der kann sich eben auch leichter auseinanderleben", sagte Pauli. In ihrem Leben habe es "sehr viele Umbrüche und Veränderungen" gegeben. "Vielleicht ist es für einen Mann auch nicht immer leicht, zu akzeptieren, dass eine Frau im Mittelpunkt steht", fügte Pauli hinzu. Sie hatte in der vergangenen Woche mit ihrem Vorschlag einer Ehe auf Zeit heftige Reaktionen ausgelöst.

Pauli hatte bei der Vorstellung ihres Wahlprogramms für den CSU-Parteitag gesagt, sie halte ein Auslaufen von Ehen nach sieben Jahren für sinnvoll. Ehepaare müssten sich dann bewusst für eine Verlängerung entschließen. Pauli selbst war bis 1994 knapp zehn Jahre mit dem Erlanger Oberbürgermeister Siegfried Balleis (CSU) verheiratet. Aus dieser Beziehung stammt ihre 20-jährige Tochter. Paulis zweite Ehe mit dem Unternehmer Florian Dickopp wurde im Frühjahr 2007 nach sieben Jahren geschieden. Die Scheidungen seien "harmonisch" verlaufen, sagte Pauli. "Es war sehr schön, dass ich mit meinen Männern ohne Streit und Aggression auseinandergehen konnte. Noch heute habe ich zu beiden ein gutes Verhältnis."

Balleis kündigte unterdessen an, er werde seine Stimme beim Parteitag nicht Pauli geben. "Mein Favorit heißt Erwin Huber", sagte er. Balleis stimmt als Delegierter darüber ab, ob seine Ex-Frau, Bayerns Wirtschaftsminister Huber oder Landwirtschaftsminister Horst Seehofer neuer CSU-Chef wird. Sein Votum für Huber begründete Balleis mit den Worten: "Ich habe Erwin Huber als klaren, konsequenten und berechenbaren Kollegen kennengelernt. Auf ihn kann man sich verlassen, er hält seine Versprechen." (mit AFP)