Dänemark : Keine Ermittlungen gegen Poulsen und Rosenberg

Der Däne Christian Poulsen und Schwedens Markus Rosenberg müssen keine strafrechtlichen Konsequenzen aus ihrer Auseinandersetzung während des EM-Qualifikationsspiel zwischen den beiden Ländern Anfang Juni befürchten.

Poulsen Rosenberg
Auslöser der Tumulte: Schiedsrichter Fandel zeigt Christian Poulsen im Spiel Dänemark-Schweden die Rote Karte. -Foto: AFP

KopenhagenDie Kopenhagener Polizei hat ihre Ermittlungen gegen den dänischen Nationalspieler Christian Poulsen (FC Sevilla) und den Schweden Markus Rosenberg von Werder Bremen nach dem Anfang Juni abgebrochenen EM-Qualifikationsspiel beider Länder eingestellt. Sie begründete die Entscheidung damit, dass Gewalttätigkeit von Spielern auf dem Platz durch "normalerweise strafbare Handlungen nach herrschender Rechtsauffassung ohne strafrechtliche Folgen bleibt, wenn sie ohne Personenschaden während eines sportlichen Wettkampfes begangen wird".

Poulsen war in Kopenhagen beim Stande von 3:3 kurz vor dem Abpfiff von dem deutschen Schiedsrichter Herbert Fandel wegen eines Faustschlages gegen Rosenberg vom Platz gestellt worden, nachdem der Schwede ihn provoziert hatte. Fandel wurde unmittelbar danach von einem Zuschauer attackiert und brach das Spiel ab. Die Uefa wertete die Partie mit 3:0 für Schweden. Poulsen wurde für drei EM-Qualifikationsspiele gesperrt, die Dänen dürfen ihre vier nächsten Heimspiele in der EM-Qualifikation nicht in Kopenhagen austragen. Mehrere Bürger hatten Poulsen und Rosenberg angezeigt. (mit dpa)