Der Tagesspiegel : DAS BILD

FÖRDERER DER KUNST



Edwin Redslob war „Reichskunstwart“ der Weimarer Republik, als der Expressionist Ernst Ludwig Kirchner ihn 1924 in Öl malte. Der Kunsthistoriker und Gestalter der „Corporate Identity“ der ersten deutschen Demokratie – Redslob war unter anderem für das Design von Briefmarken und Wappen des Deutschen Reiches zuständig – besuchte den Künstler im Schweizerischen Davos. Dorthin hatte sich Kirchner 1917 zurückgezogen, nachdem er wegen einer psychischen Erkrankung aus dem Kriegsdienst entlassen worden war. 1926 reiste Kirchner erstmals wieder nach Berlin. Redslob soll ihn damals Reichskanzler Hans Luther vorgestellt haben – um der künstlerischen Avantgarde auch in der politischen Führung den Boden zu bereiten. Das „Portrait Edwin Redslob“ gehört zur Sammlung des Berliner Brücke-Museums – als Leihgabe des Tagesspiegels. -ry

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