Der Tagesspiegel : Das blaue Band von Sanssouci

Architekten schlagen Pfad zwischen Potsdams Sehenswürdigkeiten vor

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Potsdam. Ein blaues Band aus preußischblauen Pflastersteinen könnte künftig Potsdamer Gästen den Weg zum Alten und Neuen Markt, zum Schlosspark Sanssouci, in die barocke Innenstadt und zum Holländische Viertel weisen - vorbei an rund 120 Baudenkmalen, über die ein Begleitheft informieren würde. Dieser Vorschlag ist in einem Arbeitsbeschaffungsprojekt der Gesellschaft für integrale Regionalentwicklung e.V. erdacht worden, die arbeitslose Architekten, Ingenieure und andere jobsuchende Akademiker fördert. Verwiesen wird darauf, dass es solche Baukunstpfade bereits in Bayreuth, Rendsburg und Boston gebe. Der Wermutstropfen: Das ABM-Projekt ist ausgelaufen, und es gibt im Grund keine Chance, dass der Baukunstpfad in absehbarer Zeit realisiert werden kann: Im Stadtsäckel der Landeshauptstadt klafft ein 30-Millionen-Loch, Potsdams Tourismusattraktionen sind inzwischen mit diversen Wegweisern ausgeschildert. Und um die Gehwege an dem 7,5 Kilometer langen Rundkurs durch Potsdam tatsächlich blau zu markieren, müssten – ein unpreußischer Aufwand - allein 140.000 Pflastersteine verlegt werden. thm

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