Der Tagesspiegel : Das Buch zum Bären

Zoo präsentiert Knut-Band. Hinter den Kulissen ist sein Pfleger weiter bei ihm

Berlin - „Knut, kommst du da runter! Du fällst da noch runter!“ Thomas Dörflein sieht es gar nicht gern, dass sein 60-Kilo- Schützling einen Eimer erklimmt, um von dort durch ein Fenster ins Büro seines Pflegers gleich neben dem Gehege zu klettern. Die Knut-Show draußen fürs Publikum ist abgesetzt, doch hier, im für Besucher nicht zugänglichen Innenhof hinter dem Gehege, geht zwischen Pfleger und Eisbär alles weiter seinen gewohnten Gang. Gestern hatten beide wieder einen Auftritt vor Kameras: Der Zoo präsentierte das Buch „Knut, der kleine Eisbärenjunge“, das offizielle Buch zum Bären.

Geschrieben hat es der amerikanische Autor Craig Hatkoff mit seinen Töchtern, erschienen ist es im Ravensburger Verlag, und wer noch nicht genug von Knut hat, bekommt es für 9,95 Euro. Das Kinderbuch enthält viele Knut-Fotos, Berichte aus dem Leben des Bären, aber auch kindgerechte Informationen zum Klimawandel. Die geplanten rechtlichen Schritte gegen ein nicht lizensiertes Buch aus dem Heyne-Verlag hat der Zoo verworfen. Derzeit gibt es Verhandlungen zu gleich drei Kinofilmen.

Derweil geht es Knut gut, auch wenn viele Berliner befürchten, dass er vereinsame. „Ich bin genauso lange bei ihm wie vorher, er spielt hier mit mir im Hof und ist beim Futtermachen dabei“, sagt Thomas Dörflein. Ganz früh morgens spielt er mit Knut allein im Schaugehege. Dörflein: „Knut ist zärtlich wie nie.“ kög

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