DEL : Haie können Playoffs abschreiben - Sieg für Eisbären

Die Kölner Haie haben das rheinische Derby bei den DEG Metro Stars verloren und somit keine Chance mehr auf die Playoffs. Meister Berlin fuhr drei glanzlose Arbeitssiegpunkte ein und verkürzte den Abstand auf Tabellenführer Hannover.

BerlinEishockey-Vizemeister Kölner Haie kann die Playoffs nach einer Niederlage im 183. rheinischen Derby abhaken. Der krisengeschüttelte Ex-Champion verlor am Sonntag 1:4 bei den DEG Metro Stars, die weiter auf den direkten Einzug in das Viertelfinale hoffen dürfen. Köln liegt schon 14 Punkte hinter den zehntplatzierten Nürnberg Ice Tigers zurück, die derzeit noch den Sprung in die Vor-Playoffs schaffen würden.

Eisbären nehmen Revanche

Die Franken gewannen am Samstag 5:2 beim ERC Ingolstadt und haben noch drei Spiele mehr als Köln. Ingolstadt hat durch die Derby-Niederlage nun schon neun Punkte Rückstand auf Rang zehn. Meister Eisbären Berlin siegte am Sonntag 4:2 gegen den Tabellen-Elften Hamburg Freezers und verkürzte den Rückstand auf den spielfreien Spitzenreiter Hannover Scorpions auf vier Zähler.

Der Tabellenführer tritt erst am Dienstag wieder gegen Ingolstadt an, die Berliner empfangen dann Schlusslicht Füchse Duisburg. Die Hauptstädter revanchierten sich mit dem glanzlosen Arbeitssieg gegen die Freezers für das jüngste 1:6-Debakel zu Weihnachten in Hamburg.

Rekordkulisse in Düsseldorf

Vor der Düsseldorfer Saisonrekordkulisse von 12.765 Zuschauern trafen Andy Hedlund (11.) und Adam Courchaine (25.) zum 2:0 für die DEG, die ihre Chancen besser nutzte. Die nur auf Platz 14 stehenden Kölner hielten zwar über weite Strecken gut mit, machten aber zu wenig aus ihren Möglichkeiten. Erst nach dem Anschlusstreffer durch Marcel Müller (52.) wurde es noch einmal kurzfristig spannend. Doch Patrick Reimer (56.) machte wenig später alles klar, Daniel Kreutzer (59.) traf zum Endstand ins verlassene Kölner Tor.

Haie-Geschäftsführer Thomas Eichin forderte im TV-Sender "Premiere", die Saison anständig zu Ende zu spielen. Sogar den Playoff-Einzug wollte er noch nicht ausschließen. "Es gibt immer noch Möglichkeiten, auch wenn das vermessen klingt", sagte der frühere Fußball-Profi. Eichin räumte Fehler ein, meinte aber auch: "In dieser Saison ist all das passiert, was wir nicht vorhergesehen haben." (mbo/dpa)