Der Tagesspiegel : Demo gegen Rechts: 3000 Potsdamer waren dabei

Mit einem Lichterumzug haben am Freitagabend in Potsdam 3000 Menschen für Mitmenschlichkeit und gegen Gewalt demonstriert. Zahlreiche Vertreter der Landesregierung, der Stadt und von Vereinen sowie Familien, Studenten und Schüler waren dem Aufruf einer Initiativgruppe gefolgt. Viele Kinder und Erwachsene trugen Kerzen oder Laternen. Unter Trommelwirbel- und Dudelsackklängen bewegte sich der Zug vom Altem Markt, an der Kirche St. Peter und Paul vorbei, zum Bassinplatz.

Auf Transparenten stand zu lesen: "Wider die Gewöhnung - gemeinsam gegen Rechts" und "Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker." "Wir sind nicht wirklich frei, solange der Mensch neben uns nicht frei ist", sagte Oberbürgermeister und Schirmherr der Veranstaltung, Matthias Platzeck (SPD), im Schein eines großen Lagerfeuers. "Wir sind nicht wirklich frei, wenn Menschen durch die Straßen unserer Städte gehetzt werden." Die Antwort auf Hass und Gewalt könne nur Mitmenschlichkeit sein. In seiner Rede erinnerte der Oberbürgermeister auch an die zahlreichen jüdischen Opfer der nationalsozialistischen Pogromnacht vom 9. November 1938.

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