Der 30. Spieltag : Bayern schlagen VfB vernichtend - Veh gratuliert zum Titel

In den Sonntagsspielen der Bundesliga hat Franck Ribéry dem VfB Stuttgart eine Lektion in Sachen Toreschießen erteilt; Leverkusen und der VfL Wolfsburg trennten sich mit 2:2.

Morten Ritter[dpa]
Bayern
Der FC Bayern ist - so gut wie - Meister. -Foto: dpa

DüsseldorfDer FC Bayern München ist nur noch einen Punkt vom 21. Meistertitel entfernt. Das Team von Trainer Ottmar Hitzfeld präsentierte sich am Sonntag beim 4:1 (1:1) über den VfB Stuttgart in meisterlicher Form, musste die große Titel-Sause aber noch verschieben. Am 30. Spieltag ließen sich die nunmehr zwölf Zähler entfernten Verfolger noch nicht endgültig abschütteln.

Vor allem der FC Schalke 04 konnte seine Ambitionen auf die Teilnahme an der internationalen Königsklasse durch den 1:0-Erfolg beim Konkurrenten Hamburger SV untermauern und wetteifert mit dem punktgleichen SV Werder Bremen um die direkte Champions-League-Qualifikation. Die Bremer verpassten beim 3:3 in Karlsruhe einen möglichen Erfolg, sorgten aber mit ihrem Punktgewinn ebenso wie die Schalker dafür, dass die Champagnerflaschen beim FC Bayern ungeöffnet blieben.

Dennoch steuern die Münchner weiter unbeirrt auf Titelkurs. Luca Toni (8.), Mark van Bommel (55.) und der eingewechselte Franck Ribéry (75./76.) sorgten im Duell der besten Rückrundenteams für den Erfolg des DFB-Pokalsiegers, der nun am kommenden Wochenende im Spiel beim VfL Wolfsburg die Meisterschaft klar machen kann.

"Kompliment an Ottmar Hitzfeld"

Der letztjährige Meister-Coach Armin Veh beglückwünschte nach der 1:4-Niederlage des VfB Stuttgart gegen den FC Bayern München seinen Trainer-Kollegen Ottmar Hitzfeld offiziell zum Titelgewinn. "Ich möchte den Bayern zur Meisterschaft gratulieren. Sie haben sicher den besten Kader und die besten Einzelspieler. Kompliment an Ottmar Hitzfeld, der es wieder einmal geschafft hat, wieder Meister zu werden, eine Mannschaft aufzubauen, zu prägen", sagte Veh in der Pressekonferenz nach dem Spiel in der Münchner Allianz Arena.

Den Bayern-Jägern machte Veh für die Zukunft keine Hoffnungen, im Gegenteil: "Dieses Jahr wäre es sicher für den einen oder anderen Verein möglich gewesen, die Bayern zu ärgern. Ich glaube, die nächsten Jahre wird es dann schwerer, weil die Mannschaft dann auch eingespielt ist."

Leverkusen durch Costa-Eigentor gerettet

Bayer Leverkusen hat den "Schneider-Schock" hingegen noch nicht verdaut, aber mit einem Kraftakt einen herben Rückschlag im Kampf um die begehrten Uefa-Cup-Plätze verhindert. Zwei Tage nach der Bandscheibenoperation seines Führungsspielers Bernd Schneider bewahrte ein Eigentor von Ricardo Costa (73. Minute) den Werksklub beim 2:2 (1:2) vor der ersten Bundesliga-Heimpleite gegen Verfolger VfL Wolfsburg. Vor 22 500 Zuschauern in der ausverkauften BayArena war zudem Theofanis Gekas (33.) mit seinem elften Saisontreffer für die auf den vierten Tabellenplatz vorgerückte Bayer-Elf erfolgreich. Für die auch im elften Anlauf in Leverkusen sieglosen "Wölfe" trafen am Sonntag Edin Dzeko (13.) und Makoto Hasebe (43.).

"Es war ganz wichtig, dass wir wenigstens den einen Punkt mitgenommen haben. Den haben wir nun auf den HSV und Stuttgart gut gemacht", befand Bayer-Kapitän Simon Rolfes. Dagegen war VfL-Keeper Diego Benaglio mit dem einen Zähler nicht zufrieden: "Wenn man zwei Mal führt, ist das zu wenig." Leverkusens Nationalspieler Stefan Kießling wollte sich zu der einen oder anderen umstrittenen Schiedsrichter-Entscheidung ("Was soll man da machen?") nicht weiter äußern, sagte aber selbstkritisch: "Wir wollten gewinnen, aber die Verunsicherung nach den letzten Spielen war irgendwie im Hinterkopf."