Der Tagesspiegel : Der Fall Schmökel: Innenminister sieht keine Polizei-Fehler

ma/thm

Warum hat die Polizei Schmökel nicht schneller gefasst? Innenminister Jörg Schönbohm sagt, das Konzept sei "absolut richtig" gewesen. Er könne keine Fehler erkennen, räumte allerdings "kleinere Pannen" ein.

Schmökel hatte in seinem Flucht Tagebuch auf Pannen hingewiesen

So will er einmal in einem Strausberger Bungalow "Sirenen und Bullenstimmen" gehört haben, die jedoch nicht näher gekommen seien.

An anderer Stelle heißt es wörtlich: "Bin gestern den Bullen fast vors Auto gelaufen ... 10 Meter vor dem Bullenauto sehe ich es erst. Hab ca. 15 Minuten gewartet, dann bin ich abgehauen ..."

Ein drittes Mal will er sich in einem Wald, als sich Polizisten und Hunde näherten, unter Laub versteckt haben. "Überall Sirenen, Autos, dann Helikopter. Ich sehe großen Laubhaufen, springe rein und liege da bis nachts".

Die Polizei wies zurück, dass die Laubenkolonie in Strausberg zu spät kontrolliert worden sei. Es sei eine sehr schwierige, personalaufwendige Situation gewesen. Allein für die Durchsuchung einer Laubenkolonie habe man acht Stunden gebraucht.

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