Der Tagesspiegel : Der Fall Schmökel: Klinikleitung wollte den Triebtäter loswerden

"Keine Therapiebereitschaft"

Die Leitung der Klinik, aus der Frank Schmökel geflohen ist, wollte ihren Patienten vor dreieinhalb Jahren wegen seines widerstrebenden Verhaltens loswerden. Das berichtet das Magazin "Focus". In einem Gutachten von 1997 heißt es, bei Schmökel sei eine "Therapiebereitschaft nicht erkennbar". Zudem bestehe in Neuruppin "kein günstiges therapeutisches Klima" für Schmökel.

Die zuständige Strafvollzugskammer gab demnach eine weitere Untersuchung in Auftrag. Ein Berliner Arzt für Neurologie und Psychiatrie diagnostizierte schließlich bei Schmökel eine "schwere Persönlichkeitsstörung mit besonderer Ausprägung auf psychosexuellem Gebiet". Er leide an "Sodomie mit nekrophilen Tendenzen und heterosexueller Pädophilie". Obwohl eine "psychopathologisch relevante Störung vorliege, deren Behandlungsprognose als unsicher zu beurteilen ist", empfahl der Facharzt Anfang 1998 den Verbleib in der Klinik.

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