Der Tagesspiegel : Derby nach dem Rollentausch

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Die Cottbuser haben sich Mitte der Neunzigerjahre überraschend zur neuen FußballGröße im Osten entwickelt. Der Klub kletterte immer eine Liga höher und schaffte 2000 sogar den Sprung in die Erste Liga. Vor einem Jahr ist Energie wieder abgestiegen – die Popularität ist jetzt durch den Aufstieg von Dynamo Dresden bedroht. Denn in der DDR war der FC Energie keine etablierte Größe, sondern in etwa so beliebt wie, sagen wir, Arminia Bielefeld.

DYNAMO DRESDEN

Dynamo Dresden dagegen war so etwas wie der FC Bayern München des Ostens. Acht Meistertitel haben die Dresdner geholt und sieben Mal den Pokal gewonnen. Nach der Wende spielte der Klub bis 1995 in der Bundesliga. Durch sportliche und finanzielle Schwierigkeiten rutschte der Klub tief ab. Es dauerte lange, bis sich Dynamo wieder erholte: Vor zwei Jahren gelang der Aufstieg in die Dritte Liga, in diesem Jahr die Rückkehr ins Profigeschäft. Wie groß die Euphorie ist, hat sich beim Aufstiegsspiel zur Zweiten Liga gezeigt: Nach Uerdingen reisten 10000 Fans.

In drei Jahren will Dynamo wieder in

der Bundesliga spielen. AG

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