Deutsche Bahn : Warnstreiks am Mittwoch im Schongang

Die Warnstreiks bei der Bahn sind am Mittwoch ohne große Störungen des Berufsverkehrs fortgesetzt worden. Die Gewerkschaft der Lokomotivführer wartet mit weiteren Aktionen zunächst ein Gespräch mit Bahnchef Hartmut Mehrdorn ab.

BerlinDie bundesweiten Warnstreiks bei der Bahn sind am frühen Mittwochmorgen fortgesetzt worden. Am dritten Tag der Arbeitsniederlegungen wurde am Kasseler Hauptbahnhof der Zugverkehr stark beeinträchtigt. Rund 80 Beschäftigte seien dort in einen befristeten Ausstand getreten, teilte die Gewerkschaft Transnet mit. Auch in Stralsund, Nürnberg, Halle (Saale), Potsdam und Sangerhausen legten Bahn-Beschäftigte die Arbeit nieder. Zu einem Chaos im Berufsverkehr kam es aber nicht.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), die am Dienstag noch für massive Verspätungen und Zugausfälle gesorgt hatte, will bis zu einem für den Vormittag angesetzten Gespräch der Gewerkschaften mit Bahnchef Hartmut Mehdorn keine Aktionen durchführen.

In Stralsund ließen Mitarbeiter der Fahrdienstleitung ihre Arbeit ruhen. Insgesamt 18 Züge sind nach Transnet-Angaben davon betroffen. In Nürnberg traten am Rangierbahnhof mehrere Beschäftigte in einen Warnstreik. Dies führte zu Störungen im Güterverkehr. In Halle (Saale) und Sangerhausen legten rund 30 Mitarbeiter der Stellwerke für zwei Stunden die Arbeit nieder. Dies hatte Auswirkungen auf die Strecken Halle-Kassel und Erfurt-Magdeburg. In Potsdam wurden im Reisezentrum die Kunden nicht bedient. Weitere Aktionen sollen in den nächsten Stunden in Mainz und Wiesbaden folgen.

Mit den Warnstreiks wollen die Gewerkschaften Transnet und GDBA ihrer Forderung nach sieben Prozent mehr Geld für rund 134.000 Bahn- Beschäftigte Nachdruck verleihen. Das bisherige Angebot der Bahn lautet zwei Mal 2,0 Prozent Lohn- und Gehaltserhöhung innerhalb von 30 Monaten. (mit AFP)

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