Devisen : Zinsentscheid treibt Euro zu neuen Rekorden

Die Rohstoff- und Devisenmärkte kommen nicht zur Ruhe. Nach dem Zinsentscheid der US-Notenbank erreichte der Euro kurzzeitig ein neues Rekordhoch auf 1,4503 Dollar. Auch der US-Ölpreis zog auf über 96 Dollar pro Barrel an.

Frankfurt/SingapurDer US-Ölpreis ist erstmals über die Marke von 96 US-Dollar gestiegen. Im asiatischen Handel stieg der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Dezember in der Spitze auf bis zu 96,22 US-Dollar. Zuletzt gab der WTI-Preis indes wieder etwas nach und lag bei 95,58 Dollar. Das waren 1,05 Dollar mehr als zum Handelsschluss am Vortag.

Händler führten die anhaltende Rekordstände der Ölpreise zum einen auf die enttäuschenden Öllager-Bestandsdaten der USA vom Mittwoch zurück, die nachgewirkt hätten. Zum anderen habe die Zinssenkung der US-Notenbank vom Mittwochabend die Ölpreise weiter getrieben. Die Leitzinssenkung werde die US-Konjunktur stützen und mithin die Nachfrage nach Ölprodukten steigen lassen, hieß es.

Der Kurs des Euro ist nach einem kurzzeitigen Sprung über die Marke von 1,45 US-Dollar am Vortag leicht gesunken. Im frühen Handel kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,4470 Dollar, nachdem sie am Vorabend nach der Leitzinssenkung der US-Notenbank mit 1,4503 Dollar einen neuen Höchststand erreicht hatte. Ein Dollar war am Donnerstag 0,6911 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs des Euro am Mittwoch noch auf 1,4447 (Dienstag: 1,4407) Dollar festgesetzt. (mit dpa)