DFB-Pokal : Hertha gewinnt glanzlos gegen Unterhaching

Eine wenig routiniert wirkende Hertha hat sich im DFB-Pokal gegen den Regionalligisten Unterhaching ein erstes Erfolgserlebnis geholt. Mit 3:0 gewannen die Hauptstädter das Match durch Tore von Fathi, Ebert und Pantelic.

Michael Fox[dpa]
Hertha DFB-Pokal
Marko Pantelic (Mitte) markierte mit dem 3:0 den Endstand gegen Unterhaching. -Foto: dpa

UnterhachingLucien Favre hat bei Fußball-Bundesligist Hertha BSC eine gelungene Pflichtspiel-Premiere gefeiert und die erste Hürde im DFB-Pokal gemeistert. Im ersten Cup-Spiel unter ihrem neuen Trainer gewannen die Hauptstädter beim Süd-Regionalligisten SpVgg Unterhaching mit 3:0 (1:0) und holten sich eine Woche vor dem Liga-Start das dringend benötigte Erfolgserlebnis. Die Tore für die wenig überzeugenden Berliner schossen vor 5000 Zuschauern Malik Fathi (44.), Patrick Ebert (65.) und Marko Pantelic (82.).

Das nach den vielen Abgängen uneingespielt wirkende Team aus der Bundesliga begann gegen den Zweitliga-Absteiger mit Trainer Werner Lorant ängstlich. Zwar kontrollierte der Erstligist unter den Augen von rund 250 mitgereisten Hertha-Fans das Geschehen, gefährliche Aktionen nach vorne blieben aber aus. Die Berliner hatten sogar Glück, als nach einem verunglückten Rückpass von Sofian Chahed Thomas Rathgeber (14. Minute) nur knapp am Hertha-Tor vorbeizielte.

Zwar kamen die Hauptstädter durch einen von Hachings Torhüter Darius Kampa gut parierten Kopfball von Fathi wenig später zu ihrer ersten Großchance, doch die von Nationalspieler Arne Friedrich geführte Gästeabwehr blieb löchrig. Die Hausherren hatten Großchancen zeitweise im Minutentakt: Wiederholt vergaben vor allem die Unterhachinger Michal Kolomaznik und Rathgeber aus besten Einschusspositionen oder scheiterten an Torhüter Jaroslav Drobny.

Wie aus dem Nichts fiel angesichts der Unterhachinger Chancenüberlegenheit der Führungstreffer kurz vor der Pause: Nach einem verunglückten Kopfballrückspiel von Dennis Polak konnte Hachings Torhüter Kampa den Ball nicht festhalten. Fathi war zur Stelle und schob zur völlig unverdienten Führung ein. Als Lechleiter kurz nach dem Wechsel mit einem Foulelfmeter am starken Drobny scheiterte, war der Widerstand des Regionalligisten gebrochen. Ebert und Pantelic sorgten für die Entscheidung.