Der Tagesspiegel : Die Glühweinstände sind nun fortgeräumt

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Werder (Havel). Gestern war auf dem Baumblütenfest in Werder endlich Schluss mit Glühwein. Die Händler an den Straßen und die Obstbauern entfernten mit Erleichterung die eher an den Winter erinnernden Schilder und präsentierten wieder gekühlten Wein. Denn die Temperaturen erreichten für Baumblütenfeste an der Havel typische Werte. „Das war schon nicht mehr feierlich“, sagte ein Händler. „Regen und Wind vertrieben auch die treuesten Gäste.“ Das größte Geschäft habe er mit dem flaschenweisen Verkauf von Obstwein gemacht. „Für einen Schluck aus dem Becher war es zu kalt." Werders Bürgermeister Werner Große kann sich an noch an kältere Zeiten erinnern: „In den neunziger Jahren eröffneten wir ein Fest sogar bei Schneesturm.“ Aber nun gebe es wieder Hoffnung - auf schönes Wetter und viele Besucher. Die Zahl von über 800 000 wie 2001 dürfte allerdings beim 123. Fest nicht mehr zu schaffen sein.

Längst kein Geheimtipp mehr sind die Busrundfahrten zu den Obsthöfen in der Region. Sie starten an Wochentagen zwischen 11 und 15 Uhr alle 60 Minuten am Bahnhof und an der Post, am Wochenende sogar alle 30 Minuten. Unterwegs kann beliebig oft ausgestiegen werden, um Weine, Schmalzstullen oder Kuchen zu kosten. Die Fahrkarten gibt es in den Bussen. Während an Wochentagen die Musikprogramme auf den Bühnen am Markt, an der neuen Uferpromenade, Unter den Linden und an der Regattastrecke meist um 14 Uhr beginnen, geht es am Sonnabend und Sonntag schon zwei Stunden früher los. Musikfreunde dürfte es am Sonnabend zur Uferpromenade ziehen, denn ab 18 Uhr treten dort bis 22 Uhr Schlager- und Discostars auf. Traditionell beendet ein Höhenfeuerwerk am Sonntag um 22 Uhr das Fest. ste

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