Die POETEN der Woche : Die Qual eines Segens

Haik Jerimjan (18)

Einsam, wie eine Rose,

zitternd im Regen,

ach, die Liebe welch große

Qual, doch zugleich ein Segen.

Liebe im Schatten entzündet,

sie glüht majestätisch,

wenn ihr Dorn dich verletzt,

im Stillen tödlich.

Wie du lieben wirst,

ebenso wirst du gerichtet.

Liebst du zu sehr,

wird die Qual umso mehr.

Meine Last so unvorstellbar

wie das ewige Meer,

dünstet zur Wüste einsam und leer.

Gefangen im Eis, Kälte nicht fühlbar.

Da Liebesqual entsetzlich brennt,

mich in das Verderben enthüllt.

Sehne ich mich

nach einem letzten Atemzug,

bitte dich, treues Herz,

um Vergebung.

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