DIE FU IM EXZELLENZWETTBEWERB : Neue Anlaufstellen für Wissenschaftler

Zukunftskonzept „Internationale Netzwerkuniversität“

Die FU hat die Exzellenzinitiative im Herbst 2007 mit ihrem Konzept der „Internationalen Netzwerkuniversität“ gewonnen. Um Wissenschaftler in der Forschung zu unterstützen, hat sie inzwischen drei „strategische Zentren“ eingerichtet:

Das Center for International Cooperation (CIC) fördert die Verbindung der FU mit dem Ausland. Es kümmert sich um die Alumni-Arbeit und hilft bei Kooperationen. Dazu dienen auch die Büros in New York, Moskau, Neu-Delhi und Peking. Die FU bemüht sich, den Anteil von ausländischen Studierenden (jetzt 16 Prozent) und Neuberufenen (20,5 Prozent) auf 25 Prozent zu steigern.

Die Dahlem Research School (DRS) bündelt und unterstützt die neuen Graduiertenprogramme der FU. Damit soll die Qualität der Dissertationen verbessert werden, die Zahl der Abbrecher sinken. Bereits 16 Graduiertenschulen sind in der DRS versammelt. Sie nehmen jährlich acht bis 15 neue Doktoranden auf, für viele gibt es Stipendien. Das Zentrum soll helfen, neue Graduiertenprogramme anzuschieben und Standards dafür zu formulieren. Alle Doktoranden von DRS-Programmen können dort Kurse belegen: zur Arbeit mit dem Computer oder zur Beantragung von Drittmitteln.

Das Center for Cluster Development (CCD) soll dabei helfen, Trends in der Forschung ausfindig zu machen, aus denen große Forschungsverbünde (Cluster) an der FU entwickelt werden können. Die FU will noch mehr Drittmittel einwerben und in Fachzeitschriften ihren Zitationsindex verbessern. Haben FU-Forscher eine Idee für einen Schwerpunkt, sollen sie sie bei dem Zentrum einreichen. Der Exzellenzrat (siehe unten) begutachtet die Vorschläge und gibt eine Empfehlung, auf deren Basis der Direktor des Zentrums dem Präsidium gegebenenfalls vorschlägt, einen Antrag für Drittmittel erarbeiten zu lassen. Das Zentrum gibt Tipps und Anschubfinanzierungen.

Zwei neue Gremien sollen das Präsidium beraten: Das International Council mit 19 externen Mitgliedern, die überwiegend an Unis im Ausland aktiv sind, sowie das Excellence Council. Ihm gehören 25 FU-Professoren an, die vom Präsidenten berufen werden.

In der Exzellenzinitiative warb die FU auch drei Graduiertenschulen sowie zwei Cluster ein. Letztere haben die Personalstärke eines Fachbereichs.

Die Entscheidung in der zweiten Runde des Exzellenzwettbewerbs soll im Sommer 2012 fallen. Bis zu fünf neue Unis sollen gefördert werden, maximal zwölf Exzellenzunis soll es dann bundesweit geben. Sollte diese Zahl ausgeschöpft werden, müssten zwei der jetzt neun Exzellenzunis absteigen, um Platz zu machen. akü

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