Der Tagesspiegel : DOKUMENTATION

Heavy Metal in Baghdad

Sebastian Handke

Vor zwei Jahren, als Baghdad der vielleicht gefährlichste Ort der Welt war, wagen Eddy Moretti und Suroosh Alvi, was sich selbst erfahrene Korrespondenten nicht trauen: Sie reisen auf inoffiziellem Weg in die irakische Hauptstadt und besuchen die unsicheren Viertel der Stadt. Die Journalisten des Szenemagazins Vice suchen nach Acrassicauda, der einzigen Metal-Band des Irak. Entstanden ist dabei eine verblüffende Doku mit Eindrücken aus der Kriegszone, wie man sie sonst nie zu sehen bekommt. Ihr Film war einer den besten der diesjährigen Berlinale. Er erzählt von fünf jungen Männern, die schließlich ins Exil müssen, um überhaupt noch Musik machen zu können – realistisch, absurd, komisch und traurig zugleich. Ein bewegendes Zeugnis des schwierigen Alltags in Baghdad und der unerfüllten Träume der irakischen Jugend. Stark. Sebastian Handke

„Heavy Metal in Baghdad“, USA 2007, 84 Min., R: Suroosh Alvi und Eddy Moretti

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