Doping beim Team Telekom : Godefroot beklagt "plumpe Lügen"

Ex-Telekom-Teamchef Godefroot will von den Doping-Vorwürfen gegen die Mannschaft nichts wissen. Er habe damit nichts zu tun, so Godefroot.

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Leistung gesteigert? Telekom-Fahrer mit GodefrootFoto: ddp

Gent/Belgien - Der frühere Telekom-Teamchef Walter Godefroot hat jegliche Verwicklung in die Dopingaffäre strikt zurückgewiesen. "Ich habe Doping in unserem Radsport-Team weder organisiert noch finanziert", erklärte der 63 Jahre alte Belgier auf einer Pressekonferenz in seiner Heimatstadt Gent. Er habe Doping in seinem Rennstall weder angeregt noch angeleitet.

Godefroot kündigte eine Klage gegen den ehemaligen Betreuer Jef d'Hont an, der die Geständnis-Lawine ehemaliger Telekom-Radprofis mit seinem Enthüllungsbuch erst ins Rollen gebracht hatte. Dieses Buch seines Landsmannes bezeichnete Godefroot als eine "plumpe Lüge".

Geld eingesammelt und Godefroot gegeben?

Godefroot war von 1992 bis 2005 Rennstall-Verantwortlicher bei Telekom und dem Nachfolge-Team T-Mobile. Kurz nach dem Geständnis von Ex-Profi Bert Dietz vor zwei Wochen hatte der Belgier betont, er habe niemals Fahrer dazu aufgefordert, etwas Unerlaubtes zu nehmen. Jef d'Hont hatte indes behauptet, bei den Fahrern das Geld für die Dopingmittel eingesammelt und dann Godefroot gegeben zu haben.

Seit Beginn dieser Saison ist Godefroot Berater für das neue Astana-Team, bei dem auch die beiden diesjährigen Tour-de-France-Favoriten Alexander Winokurow und Andreas Klöden unter Vertrag stehen.