Doping : Klöden will Presse boykottieren

Astana-Profi Andreas Klöden kann keine Doping-Fragen mehr hören und will deshalb bis zur Tour de France nicht mehr mit Journalisten reden.

Klöden
Kein Bock auf Doping-Fragen: Andreas KlödenFoto: ddp

BerlinAndreas Klöden, einer der aussichtsreichsten Kandidaten auf den Toursieg 2007, reagiert mit einem Presse-Boykott auf den Favoriten-Druck und die anhaltenden Doping-Diskussionen. "Andreas spricht vor der Tour mit niemandem von der Presse. Er will sich absolut konzentrieren", erklärte Corinne Druey, Sprecherin des kasachisch-schweizerischen Astana-Teams. Bei der Bayern-Rundfahrt beschied Klöden Presse-Vertretern, er hätte es satt, immer zu Doping befragt zu werden.

Bei den englischen Buchmachern rangieren die beiden Astana-Kapitäne Alexander Winokurow und Klöden mit Raten von 1:3,25 und 1:6 auf dem ersten und dritten Rang. Dritter war der Wahlschweizer Klöden auch bei der Tour im Vorjahr. Allerdings kann er noch aufrücken, wenn dem Doping-überführten Floyd Landis das Gelbe Trikot vom Weltverband nach seiner Verurteilung aberkannt werden sollte. 2004 war der 31-jährige Klöden hinter Lance Armstrong bereits Tour-Zweiter.

Die Tour de Suisse ab 16. Juni wird seine letzte Vorbereitung auf die 94. Frankreich-Rundfahrt sein, die am 7. Juli in London gestartet wird. In dieser Saison stellte Klöden schon seine starke Form unter Beweis: Er gewann Tirreno-Adriatico als erster deutscher Radprofi und danach die Sarthe-Rundfahrt in Frankreich.