Doping : Petacchi: Einmal zu oft gesprüht?

Der italienische Weltklasse-Radsprinter Alessandro Petacchi weist die gegen ihn erhobenen Dopingverdächtigungen zurück.

Alessandro Petacchi
Alessandro Petacchi -Foto: AFP

RomErik Zabels Teamkollege beim Milram-Rennstall wehrt sich in der "La Gazzetta dello Sport" gegen Doping-Vorwürfe. "Ich habe nichts Illegales getan", sagte der Italiener der Zeitung. Das Nationale Olympische Komitee Italiens (Coni) leitete nach Aufforderung durch den Internationalen Radsportverband Ermittlungen gegen den Weltklasse-Sprinter ein. Petacchi droht eine Sperre von zwei Jahren, falls ihm Doping mit dem Asthma-Präparat Salbutamol nachgewiesen werden kann. Da er ein reines Gewissen habe, stehe er der Coni-Antidopingkommission sofort für eine Anhörung zur Verfügung, erklärte der Profi. "Ich will die Tour nicht verpassen", sagte Petacchi.

Bei einer Dopingkontrolle während des Giro d'Italia war bei dem 33-Jährigen am 23. Mai ein überhöhter Wert des Präparates festgestellt worden. Petacchi darf das Asthma-Spray anwenden, die Konzentration der Substanz darf bei einer Urin-Kontrolle jedoch nicht 1000 Nanometer pro Milliliter überschreiten. Der bei Petacchi festgestellte Wert lag jedoch bei 1320. "Vielleicht habe ich einmal zu oft gesprüht", erklärte Petacchi den überhöhten Wert. Er habe sich jedoch sicherlich nicht dopen wollen. Salbutamol gilt in hoher Dosierung als leistungssteigernd. (mit dpa)