Der Tagesspiegel : Drogenmissbrauch: Konsum an Schulen nimmt zu

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Mit Leistungsdruck und Taschengeld wächst die Gefahr des Drogenmissbrauchs: An Gymnasien steigt die Zahl derjenigen, die illegale Drogen konsumieren. Bei einer anonymen Umfrage im Landkreis Barnim hatten 15,6 Prozent der Gymnasiasten angegeben, "mehr oder weniger häufig" Drogen zu nehmen. Bei Realschülern waren es 9,9 Prozent, bei Gesamtschülern 9,4 Prozent. Gegen den Drogenkonsum will die Landesregierung jetzt mit einer Initiative der "Null-Toleranz" vorgehen. Ein 31-seitiger Leitfaden, den Bildungsminister Steffen Reiche (SPD) gestern vorstellte, soll Lehrer für die Problematik sensibilisieren und Präventionsmaßnahmen erläutern. Im Jahr 2000 wurden landesweit 690 Erstkonsumenten harter Drogen gefasst, 181 mehr als im Vorjahr, wobei es in 80 Prozent dieser Fälle um synthetische Drogen wie Ecstasy und Amphetamine ging. Die meisten Erstkonsumenten kamen aus der Landeshauptstadt Potsdam (75), gefolgt von Frankfurt (47) Eberswalde (37) und Fürstenwalde (36). "Der überproportionale Anstieg bei den erstauffälligen Konsumenten harter Drogen ist als ein Signal für den stetig anwachsenden Betäubungsmittelkonsum im Land Brandenburg zu werten", heißt es in dem bislang internen Rauschgift-Jahresbericht 2000 des Landeskriminalamtes. Für die kommenden Jahre müsse im Land Brandenburg aber weiter mit einem Anstieg des Drogenmissbrauchs gerechnet werden. Ein Grund für den Trend sei die "hohe Verfügbarkeit der gebräuchlichsten Betäubungsmittel".

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