EADS : "Ich habe niemals ein Insiderdelikt begangen"

Airbus-Chef Thomas Enders hat seine Unschuld in der Affäre um angebliche Insidergeschäfte bei dem Flugzeugbauer und der Konzernmutter EADS beteuert. Managern und Großaktionären wird vorgeworfen, ihr Wissen um Lieferschwierigkeiten beim Airbus 380 ausgenutzt zu haben.

Enders
Airbus-Chef Enders. -Foto: ddp

Paris"Ich habe niemals ein Insiderdelikt begangen und ich bin durch niemanden eines Insiderdelikts beschuldigt worden", heißt es in einem Schreiben von Enders an die Airbus-Beschäftigten. Auch die französische Finanzaufsicht habe ihn nicht beschuldigt. "Ich weise kategorisch diese Anschuldigungen und Stimmungsmache in der Presse zurück." Enders forderte die Behörden auf, ihre Untersuchung schnell abzuschließen und ihre Ergebnisse fortan "nach den Regeln" zu veröffentlichen.

Die Zeitung "Le Figaro" hatte am Mittwoch Auszüge aus einem vorläufigen Bericht der Pariser Börsenaufsicht AMF veröffentlicht, der an die Justiz weitergegeben worden war. Demnach sieht die Behörde Hinweise auf mögliche Insiderdelikte von Top-Managern und Großaktionären vor Bekanntgabe der Lieferprobleme bei dem Riesen-Airbus A380.

Enders versuchte nach eigenen Angaben vergeblich, von der AMF eine Kopie des Berichts zu bekommen. Er habe der Finanzaufsicht zudem erst vor zwei Wochen detailliert dargelegt, dass es für ihn bei dem Verkauf von Aktien im November 2005 keinen Grund gab zu glauben, damit gegen geltendes Recht zu verstoßen. Enders, der damals Ko-Chef von EADS war, hatte nach Angaben des Konzerns damals 50.000 Aktienoptionen umgewandelt und einen Gewinn von rund 712.000 Euro erzielt. (mit AFP)