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Eberswalde : 19-Jähriger stirbt beim Tunnelgraben

Sie wollten sich im Wald offenbar aus Abenteuerlust einen Tunnel oder eine Höhle bauen, doch für einen der drei jungen Männer endete das Abenteuer tödlich: Sandmassen begruben einen 19-jährigen Eberswalder unter sich.

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Alle Rettungsversuche scheiterten, erst zwei Stunden später konnte die Leiche des Jungen geborgen werden.

Die Freunde hatten den Tunnel offenbar aus reiner Abenteuerlust gegraben. Sie hätten sich wahrscheinlich ein „unterirdisches Domizil“ schaffen wollen, sagte die Polizeisprecherin. Das Opfer, ein 19-jähriger Eberswalder, hatte vermutlich den bereits auf eine Tiefe von drei Metern ausgehobenen Schacht weitergraben wollen, während seine beiden 18 und 19 Jahre alten Freunde oben warteten. „Angeblich hatten die drei schon darüber geredet, dass sie das sandige Erdreich mit Bäumen und Büschen gegen Absturz sichern wollten, es dann aber doch nicht getan“, sagte ein Polizeisprecher dem Tagesspiegel. Als die Erde über dem Jungen einstürzte, habe einer der beiden Hilfe geholt und die Polizei alarmiert, während der andere begann, seinen Freund auszugraben. Dies habe er jedoch wegen der Beschaffenheit des Bodens und der Tiefe der Grube nicht geschafft. Auch der Feuerwehr gelang es erst mithilfe eines Baggers, den jungen Mann zu bergen. Die Hoffnung, er habe unter der Erde noch einen Raum mit Sauerstoff gehabt, erfüllte sich nicht.

Die Polizei geht von einem tragischen Unfall aus und schließt, wie es heißt, Einwirkungen Dritter aus. „Die beiden Freunde des Verunglückten stehen unter Schock und konnten noch nicht weiter befragt werden“, sagte der Polizeisprecher. Sowohl die Freunde als auch die Eltern des Verunglückten würden vom Kriseninterventionsdienst betreut.

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