Der Tagesspiegel : „Ein bekennender Brandenburger“

Regierungschef Platzeck gratulierte seinem Innenminister

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Dass alle Deiche Stand gehalten haben, besonders in Mühlberg, hat viel damit zu tun, dass die Helfer und Einsatzleiter Stand gehalten haben. Der Katastrophenstab im Innenministerium hat gut gearbeitet.

Ihr 65. Geburtstag ist ein schöner und willkommener Anlass, um hier und heute unseren Glückwunsch zu verbinden mit einem Dankeschön für Ihr Engagement. Ich bin sicher, Sie sagen, dass es Gebot der Pflicht war, auf dem Posten zu sein. Aber Pflichterfüllung in dieser Art und Weise ist vorbildlich.

Standhalten unter Druck, da sein, wo es nötig ist, dranbleiben, wo es schwierig wird – das sind Tugenden von Jörg Schönbohm, die auch unsere Regierungskoalition stützen und stärken.

Zu Jörg Schönbohm gehört die Auseinandersetzung mit offenem Visier. Ein aufrechter Konservativer, heißt es in der Presse zurecht. Eines will ich hinzufügen, weil es wichtig ist und zu selten gewürdigt wird. Mit offenem Visier, das heißt auch: Jörg Schönbohm streitet ohne ideologische Scheuklappen. Sein Einsatz gegen Neonazigesinnung und gegen die rechtsextreme Gewalt wird von allen gesellschaftlichen Gruppen anerkannt. Dass darf man auch mal laut sagen: Jörg Schönbohm kämpft mit uns für ein Land, in dem die Gewalt keine Chance hat.

Die Koalition hält, weil wir uns auf die gerade Linie verständigt haben. Beide Seiten wissen, was Sache ist. Dazu gehört Verlässlichkeit und Fairness.

Maxime ist, direkt miteinander zu reden. In diesem Gesprächen herrscht nicht immer eitel Sonnenschein. Doch wann immer wir in eine harte Diskussion geraten, heißt es Hand aufs Herz: Was hilft dem Land? Wie nutzen wir den Menschen? Auf diese Weise zu fragen und vernünftige Lösungen vorzubereiten, offenbart märkische Charakterprägung. Es wird ja immer berichtet, unserer Innenminister sei ein bekennender Preuße. Meiner Meinung nach ist es richtiger zu sagen, dass er ein bekennender Brandenburger ist.

Aber historische Bildung schadet nicht, und tatsächlich lässt sich beim Berühmtensten aller Preußen ein bemerkenswertes Wort finden: „Die Gerechtigkeit muss die Hauptsorge sein“, schrieb Friedrich II. im Alter von 27 Jahren: „Das Wohl des Volkes muss jedem anderen Interesse vorangehen. Der Herrscher, weit entfernt, der unbeschränkte Herr seines Volkes zu sein, ist selbst nichts anderes als sein erster Diener.“

Unser Geschenk hat das Gewicht der gesamten Lebenserfahrung von Friedrich II., zehn Bände, die ich Ihnen überreichen möchte mit meinem Dank für dass, was Sie für Brandenburg tun. (Auszüge aus der Rede)

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