Der Tagesspiegel : Eine Chance für junge Unternehmen

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Potsdam Noch in diesem Jahr sollen die ersten jungen Firmen aus der IT-Branche in das Gründerzentrum von SAP-Gründer Hasso Plattner aufgenommen werden. Eran Davidson, der mit Plattner das neue Zentrum leiten wird, sagte gestern in Potsdam, man erwarte, bis zum Ende des Jahres etwa drei junge Firmen an den Start bringen zu können. In dem mit einem Risikokapitalfonds finanzierten „Firmen-Brutkasten“ in der einstigen Reichsbahnvilla in Griebnitzsee sollen pro Jahr fünf neue Firmen ihren Platz finden, insgesamt sei Platz für bis zu 15 Start-Up-Unternehmen. Bei dem Gründerprojekt stehen nach Plattners Worten nicht Subventionen im Vordergrund, sondern eine „knallharte Geschäftsidee“. Die Gesellschaft „Hasso Plattner Ventures“ ist mit bis zu 50 Prozent an den Firmengründungen beteiligt. Der Erlös soll wiederum in weitere Neugründungen fließen.

Das Projekt wird über einen Fonds von 50 Millionen Euro finanziert. An diesem ist Plattner mit der Hälfte beteiligt. Für die andere Hälfte gibt es laut Davidson bereits genügend potenzielle Investoren. Auch der Vorstandsvorsitzende der Investitions- und Landesbank Brandenburg (ILB), Klaus-Dieter Licht, kündigte Interesse an, derzeit werde eine Beteiligung der ILB noch geprüft. Hinzukommen sollen Technologieunternehmen aus dem In- und Ausland.

Für Brandenburgs Ministerpräsidenten Matthias Platzeck (SPD) ist das Gründerprojekt ein Weg in die richtige Richtung. Er kündigte an, dass im Land Priorität für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologietransfer bestehe. „In Brandenburg werden keine Hochschulen geschlossen, denn Wachstum gibt es nur dort, wo Wissen ist“, so Platzeck. Gefördert würden in Zukunft nur noch Branchen, bei denen die Arbeitsplätze im Land bleiben, zudem werde auf eine lokale Vernetzung geachtet.

Hasso Plattner rief gestern zudem zu einer gesamtgesellschaftlichen Innovations-Offensive auf. Die Verantwortung für das Gedeihen der deutschen Wirtschaft liege nicht alleine bei der Politik, sagte Plattner. Hier seien auch die Unternehmen in der Pflicht. kix

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