Einzelhandel : Verdi will Weihnachtsgeschäft bestreiken

Nach mehreren Arbeitsniederlegungen im Bundesgebiet will die Gewerkschaft nun kurz vor Beginn des Weihnachtsgeschäfts die Streiks im Einzelhandel ausweiten. Die Arbeitnehmer fordern unter anderem einen Mindestlohn.

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Gefüllte Einkaufskörbe: Trotz der Streiks im Einzelhandel waren die Märkte der betroffenen Ketten geöffnet. -Foto: dpa

Die bisherigen Aktionen haben nicht zu einer Einigung mit den Arbeitgebern geführt. Etwa 8000 Beschäftigte des Handels hätten sich in den vergangenen Tagen bundesweit an Arbeitsniederlegungen beteiligt. Für diesen Dienstag ist in Berlin eine Kundgebung mit mehr als 2500 Mitarbeiterinnen geplant. Die Teilnehmenden wollten zudem vor dem Ort einer Tagung des Einzelhandelsverbandes HDE protestieren, der auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beiwohnt.

Verdi führt derzeit in allen Bundesländern Tarifverhandlungen für den Handel. Die Forderungen liegen zwischen 4,5 und 6,0 Prozent mehr Einkommen. Überall sollen die Zuschläge für Spät- und Wochenendarbeit zumindest erhalten bleiben. Außerdem verlangt Verdi in den meisten Ländern einen Mindestlohn in Höhe von 1500 Euro. Die Arbeitgeber haben bislang weniger als 2 Prozent Einkommenserhöhung angeboten und verlangen zudem Kürzungen bei den Zuschlägen. (mit dpa)