Der Tagesspiegel : Eisbrecher im Großraum Stettin im Einsatz

Deutsche und polnische Eisbrecher haben am Donnerstag den Aufbruch des Eises im Großraum Stettin (Szczecin) fortgesetzt. «Das ist ein zähes Geschäft», sagte ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Eberswalde auf Anfrage.

Start für Odereisbrecher
Die Eisbrecher «Frankfurt» und «Kienitz» sind auf der Oder bei Widuchowa im Einsatz.

Eberswalde (dpa/bb)Deutsche und polnische Eisbrecher haben am Donnerstag den Aufbruch des Eises im Großraum Stettin (Szczecin) fortgesetzt. «Das ist ein zähes Geschäft», sagte ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Eberswalde auf Anfrage. Vier deutsche und sieben polnische Eisbrecher sind im Einsatz. Zunächst sei versucht worden, Eis auf der Oder bei Widuchowa (Marienhofer Wehr) zu brechen. «Es fließt aber nicht so gut ab.» In Richtung Stettin wurde Eis zerkleinert. Ob das Eis auch übers Wochenende weiter gebrochen wird, soll an diesem Freitag entschieden werden. Das Wetter wird wieder kälter. Für die Arbeit ist aber Tauwetter günstig.

Die Oder ist den Angaben zufolge auf rund 260 Kilometer zugefroren. Die Eisdecke müsse aus Gründen des vorbeugenden Katastrophenschutzes aufgebrochen werden, erläuterte der Sprecher. Sollte das nicht geschehen, würde sich das Wasser bei Tauwetter zusammenschieben und einen künstlichen Stau bilden. Dadurch würden Deiche erweicht oder überspült. Entstehendes Hochwasser würde vor allem Orte auf polnischer Seite gefährden, die nicht so gut durch Deiche geschützt seien. «Der Eisaufbruch ist eine Maßnahme, um ein "Katastrophen-Hochwasser" zu vermeiden», sagte der Behördensprecher. Erst in zweiter Linie habe das einen positiven Aspekt für die Schifffahrt: Sie komme schneller wieder in Gang.

dpaq.de/yM7gL